23.01.2018 - 16:14 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Bürgermeister sieht Diskussion für erledigt Stellenwert der Ortswehren anerkannt

Das letzte Wort bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Lind ergreift der langjährige Vorsitzende Hans Biegerl. Er stellt seinen Nachfolgern ein hervorragendes Zeugnis aus. Eine leidige Diskussion um die Ortsfeuerwehren sieht Bürgermeister Heinz Weigl als beendet an.

Die Feuerwehr Lind war auch gefordert, als es vergangenes Jahr Ende Mai in Oberviechtach in einem Wohnhaus an der Ecke Sailergasse/Schönseerstraße brannte. Archivbild: frd
von Christof FröhlichProfil

-Lind. Zahlreiche Mitglieder hatten sich im Landgasthof "Taverne" versammelt, als Vorsitzender Reinhard Biegerl an die verschiedenen Aktivitäten des Vorjahres erinnerte. Sowohl die Aktiven als auch die passiven Mitglieder seien dabei gefordert gewesen. Als Haupt-Aktionen auf dem gesellschaftlichen Sektor nannte er das Maibaumaufstellen und das Kinifest. Ein weiterer Höhepunkt war der eigene Faschingsball, dessen Neuauflage am kommenden Samstag ansteht. Biegerl dankte allen, die sich ins Vereinsleben eingebracht haben.

Fokus auf Digitalfunk

Die Bilanz der 37 Köpfe zählenden Aktiven-Truppe legte Kommandant Stefan Pronold vor (siehe Info-Element). Unter anderem erinnerte er an eine Technischen Hilfeleistung an der "Linder Kreuzung" bei er es zwei Mal kurz nacheinander gekracht hatte. Heuer liege der Ausbildungsschwerpunkt auf den Umgang mit dem Digitalfunk und bei Objektbegehungen sowie der Vorbereitung auf die Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz". Pronolds Dank an die Aktiven richtete sich vor allem an die Frauen, die während der beruflichen Abwesenheit der Männer den Brandschutz und die Einsatzbereitschaft tagsüber sicherstellen.

Daran knüpfte Damenleiterin Rita Biegerl an, als sie feststellte, dass die Frauen fest in die Reihen der Aktiven eingegliedert sind. Der Blick auf die Nachwuchsarbeit zeigte, dass diese bei aktuell einer Feuerwehranwärterin zwar derzeit etwas auf Sparflamme betrieben wird, doch die junge Dame sei bei Ausbildungen und Übungen bestens mit eingebunden.

Respekt für die Arbeit der Linder Feuerwehr sprach der "Dienstvorgesetzte", Bürgermeister Heinz Weigl, aus. Die Berichte waren für ihn Beleg dafür, dass sich die früheren Diskussionen um die Notwendigkeit der Ortswehren mittlerweile von selbst erledigt haben. Nun gelte es, das erarbeitete Feuerwehrkonzept für den Stadtbereich Zug um Zug umzusetzen. Dazu gehöre auch die Beschaffung von Löschautos für die Wehren Pullenried und Wildeppenried. Oberstes Ziel müsse es sein, dass alle Aktiven wieder gesund von den Einsätzen heimkehren.

Einheit für die Bürger

Besonders lobte der Bürgermeister die hervorragende Zusammenarbeit der Ortswehren mit der Stützpunktwehr Oberviechtach. Diese bilden nicht nur bei den Einsätzen eine Einheit, die den Bürgern zugutekomme. Weigl lobte die Sorge der Mitglieder um das Gerätehaus, das sich in einem guten Zustand präsentiere. Er signalisierte die Unterstützung der Stadt bei anstehenden Arbeiten im Innenbereich.

Am Ende der Versammlung gab es ein besonderes Lob von den "Altvorderen" der Wehr. So drückte der frühere Vorsitzende Hans Biegerl den "Jungen" seinen Dank für ihre hervorragende Arbeit in der Führung der Wehr aus. Es bereite Freude zu sehen, wie gut sich der Verein entwickelt. Dies verdiene Respekt und Anerkennung.

Statistik

Einsätze: 9 technische Hilfeleistungen, 4 Brände, 3 Sicherheitswachen. Übungen: 10 Monatsübungen, außerdem wurden ein Erste-Hilfe-Kurs sowie verschiedene Aus- und Fortbildungen absolviert. Zahl der Aktiven: 37, darunter 13 Frauen. (frd)

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