Christkindlmarkt Oberviechtach verbucht so viele Besucher wie selten zuvor
Unbeschwert im Lichterglanz

Der Nikolaus (Klaus Habl) wünscht sich großzügige Kinder mit Herz und verteilt als Belohnung schon mal vorab Weihnachtspäckchen. Bilder: frd (3)
Vermischtes
Oberviechtach
03.12.2017
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Soldaten aus der Grenzlandkaserne mischen sich unter die Anbieter auf dem Christkindlmarkt. Allerdings nicht im Dienst der Sicherheit: Sie holen sich für einen guten Zweck kalte Füße, während für die meisten Besucher der Genuss im Vordergrund steht.

Am Morgen lachte beim Beginn des Oberviechtacher Christkindlmarktes die Sonne vom Himmel, und am Abend hatten alle, die mitgemacht hatten und gekommen waren Grund zum Lachen: So einen gelungenen Christkindlmarkt hatten sie in Oberviechtach schon lange nicht mehr erlebt. Zum ersten Mal waren heuer auch Soldaten aus der Patenkompanie mit einem Stand vertreten.

Anders als bei den Märkten in den Großstädten, war der Faktor Sicherheit beim Oberviechtach Christkindlmarkt kein Thema. Deswegen waren auch Polizei und Bundeswehr am Samstag nicht verstärkt präsent. Die Beamten, die da waren, genossen mit ihren Familien in Zivil speziell am Abend die Atmosphäre - und die uniformierten Soldaten waren in der Mission Kameradenhilfe "im Einsatz". Das kam auch bei den Besuchern sehr gut an.

Auftakt mit Posaunen

Wie in jedem Jahr erklang am Samstag um Punkt elf Uhr, gespielt vom evangelische Posaunenchor, das Lied "Macht hoch die Tür". Es folgten weitere weihnachtliche Lieder, ehe Bürgermeister Heinz Weigl, gefolgt vom Christkind und den Engeln, die Bühne vor dem Lebzelter-Haus betrat. Er dankte allen, die sich für den 39. Oberviechtacher Christkindlmarkt engagiert hatten, ob bei Vorbereitung oder Ausführung. Vor allem würdigte Weigl die Hauptorganisatorin Stella Welnhofer und "Geldsammler" Albert Zinkl sowie die spendablen Bürger. So habe man viele Weihnachtspäckchen für die Kinder bereitstellen können. Der Bürgermeister freute sich darüber, dass mit 36 Anbietern so viele wie schon lange nicht mehr gekommen waren. Alle hatten ihre Buden auch weihnachtlich geschmückt.

Dann aber ergriff das Christkind, eingerahmt von den Engeln, das Wort. Es brachte die frohe Botschaft von der nahen Ankunft des Christkindes zur Erde und empfahl den Marktbesuchern: "Genießt dieses Tag mit allen Sinnen, der 39. Christkindlmarkt mag nun beginnen."

Vom Start an waren in diesem Jahr auch über den Vormittag und frühen Nachmittag hinweg mehr Besucher in Oberviechtach, sogar ein Bus aus Franken machte beim Oberviechtacher Christkindlmarkt Station. Die Besucher genossen die friedliche und traute Vorweihnachtsstimmung bei heißem Glühwein oder Punsch und wärmten sich dabei an einigen Öfen, die am Marktplatz standen.

Während die Musiker der Musikschule Bruckner, der Stadtkapelle und des Kolpingspielmannszuges Advents- und Weihnachtslieder erklingen ließen, füllte sich das Areal zunehmend. Besonders ins Auge fiel der Stand der Soldaten in der Patenkompanie der Stadt: Sie hatten Spielzeug und Dekoratives gebastelt und gesammelt. Gegen eine Spende war dies alles zu erwerben. Zugute kommen sollen die Einnahmen der Franz-Jobst-Hilfe, einem Verein, der sich unbürokratisch um in Not geratene Soldaten kümmert.

Wehwehchen kuriert

Nicht nur die Kinder genossen bei mehreren Aufführungen das Puppentheater "Doktor Eisenbarth" am Marktplatz im "MP 16". Immerhin konnte der Wunderarzt sogar die kleinen Krankheiten vom Heiligen Nikolaus und Knecht Rupprecht heilen. Über mangelndes Publikum nicht beklagen konnte sich aber auch der Nikolaus (Klaus Habl). Er traf mit einer Schar Engel ein, erzählte über sein Leben und davon, was man auf der Welt aus ihm gemacht hat. Als ihr Schutzpatron wünschte er den Kindern, dass aus ihnen einmal Menschen mit guten und helfenden Herzen werden. Dann hätten sie sich die Weihnachtspäckchen, die er zusammen mit den Engeln an sie verteilte, schon jetzt verdient.

Nach diesem Auftritt konnten sich die Besucher ganz auf weihnachtliche Lieder, Lichterglanz, Glühwein und Feuerzangenbowle konzentrieren - und dabei schon ein wenig den Jubiläums-Christkindlmarkt im kommenden Jahr ins Auge fassen.
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