01.03.2018 - 17:08 Uhr
Oberviechtach

CSU-Ortsverband lädt zum Politischen Fischessen Nachdenken und Anreize bieten

Dass Karpfen und politische Gespräche sehr wohl zusammenpassen, zeigt sich beim "Politischen Fischessen" des CSU-Ortsverbandes Oberviechtach. Martin Birner, Kreisvorsitzender des Bayerischen Städtetages und Neunburger Bürgermeister, referiert, und will dabei kein "Besserwisser" sein. "Erfolgsschlager" seiner Partei stellt Alexander Ried vor.

Am Ende des Vortrages dankte der CSU-Ortsvorsitzende Tobias Ehrenfried (rechts) dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Städtetages und Neunburger Bürgermeister, Martin Birner, mit einem Präsent für seine informativen Ausführungen. Bilder: frd (2)
von Christof FröhlichProfil

Der CSU-Ortsverband Oberviechtach hatte am Sonntagabend zu einem "Politischen Fischessen" ins Café Deyer eingeladen. Ortsvorsitzender Tobias Ehrenfried freute sich über die beiden Referenten, Kreis- und Stadtrat Alexander Ried und den Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetages, Martin Birner.

Stadtratsklima besser

In einem kurz gehaltenen Statement berichtete Ried aus der Arbeit im Oberviechtacher Stadtrat, in dem sich die Zusammenarbeit der Fraktionen zum Wohl der Bürger gerade in den vergangenen Monaten deutlich verbessert habe. Dennoch müsse er feststellen, dass ein hoher Prozentsatz aller Anträge zu nötigen Maßnahmen und Verbesserungen im Stadtgebiet von Oberviechtach von der CSU-Fraktion kommen. So werde nun dem Bürger durch die Online-Stellung der Sitzungsprotokolle der Stadtratssitzungen eine größere Transparenz geboten, von Bürgern erkannte Mängel und Anträge können Online und schriftlich gemeldet werden, wenn auch die Reaktionen und Antworten darauf sehr oft auf sich warten ließen.

Ein Erfolgsschlager

Die von der CSU-Fraktion angeregte Verminderung und Aufwertung einiger weniger Spielplätze sei durch den Spielplatz am Pfälzer Weg und den Spielplatz in Obermurach zu einem Erfolgsschlager geworden. Auch die Ausweisung des Baugebiets "Am Sandradl" und die Sanierung des Friedhofs seien Früchte der CSU-Stadtratsarbeit. Den geplanten Bau des Stadtarchivs bewertete Ried als pure Geldverschwendung, wenn es auch dank der CSU gelungen sei, von den veranschlagten 1.6 Millionen Baukosten eine halbe Million an Zuschüssen zu bekommen. Viel wichtiger sei es, mit diesem Geld die Infrastruktur der Stadt "unter der Erde", durch die Sanierung der Kanalisation im Stadtgebiet zu verbessern und sich um die leerstehenden Gebäude im Stadtgebiet zu kümmern. Sein Resümee lautete: "Mit mehr CSU im Stadtrat würde es Oberviechtach viel bessergehen."

Großen Wert legte Martin Birner, Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages und Neunburger Bürgermeister, gleich zu Beginn seines Referats auf die Feststellung, dass er nicht als "Besserwisser" zum gekommen sei, da ihn mit der Stadt Oberviechtach gutnachbarschaftliche Beziehung verbinden. Dies habe auch mit seiner Schirmherrschaft für das Doktor-Eisenbart-Festspiel 2017 seinen Ausdruck gefunden. Er wolle nur auf Einladung des CSU- Ortsverbandes aus seinen eigenen Erfahrungen als Bürgermeister und als Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages berichten. Gerade der ländliche Raum sei auf die Ansiedlung von Betrieben und die Schaffung von Arbeitsplätzen angewiesen, um die jungen Menschen in der Region halten zu können. Dazu seien Anreize, wie das Angebot von günstigen Bauplätzen, die Gewährung eines "Baukindergeldes", gute Einkaufsmöglichkeiten und auch die Schaffung eines lebens- und liebenswerten Umfeldes von Bedeutung.

Problem Leerstand

"Durch ein wenig Nachdenken und Nutzung des ganz normalen Menschenverstandes", so Birner sei es gelungen, die Familien- aber auch die Seniorenfreundlichkeit in Neunburg deutlich zu verbessern und so für bessere Lebensbedingungen zu sorgen. Wie in fast allen Städten bereiten die Leerstände in der Innenstadt Probleme. Doch hier müsse den Realitäten ins Auge gesehen werden und das Eigentumsrecht der privaten Besitzer akzeptiert werden. Wenn auch nicht sofort benötigt, müssten dort, wo es möglich ist, seitens der Stadt Bau- und Gewerbeflächen erworben werden, wenn es sich auch erst etwas später wieder "auszahle". Ständig im Auge müsse auch die ärztliche Versorgung behalten werden und da wo es möglich sei, den Anregungen und Wünschen der Bürger gefolgt werden, was sich in der Vergangenheit bestens bewährt habe.

Mit mehr CSU im Stadtrat würde es Oberviechtach viel bessergehen.Alexander Ried, CSU/CWG/Aktive-Fraktionssprecher

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp