26.09.2017 - 17:02 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Ehemalige Offiziere treffen sich in Oberviechtach Mission in Litauen interessiert

Mehr als vier Jahrzehnte nach dem Dienst in der Grenzlandkaserne sind vorbei. Doch etliche "Wetteraner" sind dem Standort treu und trafen sich nun zum 43. Mal.

Generalmajor a. D. Eberhard Wetter (vorne Dritter von links) hat diesem Treffen seinen Namen gegeben. Er freut sich über die Treue seiner Kameraden, die nun schon zum 43. Mal zusammengekommen sind. Bild: frd
von Christof FröhlichProfil

Dass Oberviechtach auch noch nach über vier Jahrzehnten immer wieder ein Anziehungspunkt für ehemalige Soldaten sein kann, ist beim bereits 43. "Wettertreffen" einmal mehr deutlich geworden. Einige ehemalige Offiziere waren der Einladung zusammen mit ihren Lebenspartnerinnen gerne gefolgt. Da die meisten der "Wetteraner" schon den 70er, einige auch schon den 80er überschritten haben, und gesundheitlich dem Alter Tribut zahlen müssen, wird die Gruppe zwangsläufig immer weniger. Der Namensgeber dieses Treffens ist General a. D. Eberhard Wetter, der vom 1. Oktober 1970 bis 30. September 1972 das Oberviechtacher Panzergrenadierbataillon 122 führte. Er war ein hervorragender Kommandeur und den ihm unterstellten Offizieren ein guter Kamerad.

Die Treffen starteten im Jahr 1973 und wurden seitdem mit nur einer Ausnahme jedes Jahr durchgeführt. Die Organisation hatte wieder Oberstleutnant a. D. Franz Herbst übernommen, der in Oberviechtach als S 3-Offizier und stellvertretender Kommandeur Dienst verrichtete. Treffpunkt war für die Meisten schon am Freitag die "Hammerschänke" in Lukahammer, wo das Wiedersehen bei einem gemütlichen Beisammensein gefeiert worden ist.

Nach dem gemeinsamen Frühstück waren am Samstagvormittag die Räumlichkeiten der Unteroffizierheimgesellschaft (UHG) in der Grenzlandkaserne die Anlaufstation. Hier berichtete der stellvertretende Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Lars Obst, in einem für die Offiziere sehr aufschlussreichen Vortrag über die Mission des Panzergrenadierbataillons in Litauen. Besonders interessant war für die Zuhörer dabei die Zusammenstellung, Bewaffnung und Ausrüstung dieses 1200 starken multinationalen Verbandes, der vom Oberviechtacher Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Christoph Huber, geführt worden ist. Der Einsatz fand international in den Medien als auch bei den vielen hochrangigen Besuchern große Anerkennung.

Wie die Offiziere wissen ließen, waren sie bei der Berichterstattung stolz darauf, diesem Bataillon als Soldaten angehört und es über Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt zu haben.

Nach einem zünftigen Gesellschaftsabend in der "Hammerschänke", bei dem auch Bürgermeister Heinz Weigl anwesend war und dem Frühschoppen am Sonntag machten sich die Teilnehmer wieder auf den Heimweg. Wenn es ihnen möglich ist, wollen sie sich auch im kommenden Jahr wieder in Oberviechtach treffen.

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