18.02.2018 - 20:00 Uhr
Oberviechtach

Entscheidung über die weitere Schullaufbahn Erfolgsmodell seit 20 Jahren

In der sechsten Klasse der Mittelschule steht eine wichtige Entscheidung an. Denn wer auf den "M-Zug" aufspringt, der peilt einen Abschluss mit hohem Praxis- und Berufsbezug an. Auch das Abitur ist noch möglich. Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten sprechen für sich.

Konrektor Dominik Bauer erläuterte vielen interessierten Eltern die Zugangsvoraussetzungen zum M-Zug. Bilder: akp (2)
von Alois KöpplProfil

Für alle wichtigen Informationen rund um den Übertritt bot die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule den Informationsabend "Mittlere Reife im M-Zug" an. Die Veranstaltung richtete sich an die Eltern von Schülern der 6. bis 9. Jahrgangsstufe der Mittelschule. Auch Eltern von Viertklässlern der Grundschulen waren eingeladen.

Rektor Werner Winderl begrüßte eine große Anzahl interessierter Eltern in der Schulaula. Seit über 20 Jahren ist der "Mittlere-Reife-Zug", auch M-Zug genannt, wie er an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule angeboten wird, ein Erfolgsmodell, das als durchgängiger, vierjähriger Bildungsgang besteht. "Die Absolventen werden von der Wirtschaft gesucht, was auch die nahezu 100-prozentigen Abschlüsse bei Lehrverträgen belegen. Der Weg über die FOS oder das Abitur steht dabei geeigneten Schülern offen", bekräftigte Winderl.

Konrektor Dominik Bauer erläuterte die Zugangsvoraussetzungen und betonte, dass "dieser Schulabschluss einen höheren Praxis- und Berufsbezug als andere Schultypen aufweist". Ein weiterer Vorteil sei die Durchlässigkeit, da auch nach der 7., 8. oder 9. Klasse bei geeigneten Noten in den M-Zug eingestiegen werden kann. Bauer wies darauf hin, dass die Themen und Lernbereiche die gleichen wie in den Regelklassen seien, das Anforderungsniveau sich aber am mittleren Schulabschluss orientiere und dadurch deutlich höher sei. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Schüler in der 9. Klasse an den Prüfungen zum qualifizierenden Mittelschulabschluss teilnehmen. "So haben sie einen anerkannten Schulabschluss in der Tasche, eine Trumpfkarte, die bei der Bewerbung sticht", wie der Schulmann meinte.

Der hohe Praxis- und Berufsbezug spiegelt sich auch in den Lehrplänen wider. Gezielt führt der Weg ab der 5. Jahrgangsstufe in Richtung Berufsfindung. Arbeitsplatzerkundungen, Seminare zur Berufsorientierung, mehrwöchige Betriebspraktika, eine hauseigene Ausbildungsmesse und die enge Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit garantieren jedem Ausbildungswilligen einen Einstieg in das Berufsleben. Besondere und zusätzliche Förderung wird zudem in den Ganztagsklassen angeboten. Die praxisorientierte Ausrichtung zeigt sich auch in den angebotenen berufsorientierenden Zweigen, die von den Fachlehrkräften Marina Schießl und Margaretha Eckl vorgestellt wurden. Ausgehend von den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Technik, die in der 7. Jahrgangsstufe von allen Schülern gewählt werden müssen, erfolgt in den Folgejahren nach Neigung und Interesse eine Spezialisierung auf ein Fach.

Beeindruckt waren die Zuhörer von der Präsentation der Schülerfirma "Stift und Co." durch Sophia Turban und Theresa Lippert aus der Klasse M9. Zum Abschluss stellte Studienrat Scheuerer von der Wirtschaftsschule Wackersdorf kurz die Möglichkeiten dieser Schulart vor.

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