Fit ins Netz durch Aufklärung

Computerfachfrau Birgit Zwicknagel von den "Computermäusen" Stamsried klärte in der Doktor-Eisenbarth-Schule Eltern und Schüler über die Gefahren im Netz auf. Bild: weu
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Oberviechtach
06.12.2016
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Als ausgesprochene Expertin für soziale Netzwerke begrüßte Rektor Werner Winderl die Computerfachfrau Birgit Zwicknagel von den "Computermäusen" Stamsried. Mit dem Vortrag "Clever ins Netz - Fit ins Netz durch Aufklärung" sprach sie besonders die Eltern an, während sie an Vormittagen Schüler in die Thematik "Sicheres Internet" einführt.

Der Vortrag an der Doktor-Eisenbarth-Schule wird im Rahmen der Projektgruppe "Stark durch Erziehung" vom Lokalen Bündnis für Familien im Landkreis Schwandorf angeboten. In ihrem kurzweiligen und engagierten Vortrag ging die Referentin zunächst auf den sensiblen Umgang mit den eigenen Daten ein. Man solle nie den richtigen Namen angeben und auch keine Einträge machen, die eine eindeutige Zuordnung zum Geschlecht, einer Stadt oder Schule zulassen.

Keine Telefonnummern

Auch Angaben der Telefon- oder Handynummern sollen absolut tabu sein. Sexuelle Belästigungen und Beleidigungen sind die Gefahren beim Chatten, denn nicht jeder ist auch das, was er im Chat vorgibt. Als Mutter von drei erwachsenen Kindern riet sie den Eltern, den Kindern einzuschärfen, sich nie alleine oder heimlich mit einem Chatkontakt zu treffen. Weitere Themen waren die Gefahren beim Surfen (Sexismus, Rechtsextremismus, Gewalt), Online-Rollenspiele sowie teure Abonnements. Einen breiten Raum nahmen anschließend die sozialen Netzwerke ein. Immer mehr Menschen kommunizieren in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter miteinander. Bevor man jedoch Kontakt zu anderen aufbauen kann, muss man bei den meisten Netzwerken dieser Art ein Profil ausfüllen.

Dieses Profil enthält je nach Netzwerk mehr oder weniger private Angaben. Das kann zum Problem werden, denn private Informationen sollten auch privat bleiben. Hier sind die meisten Jugendlichen viel zu freizügig mit den privaten Daten. Alles sollte auf "nur Freunde" umgestellt werden, dann hat man eine sichere Seite, riet die Referentin. Hinzu kommt, dass der Grundsatz "was einmal online war, wird immer online bleiben" in der Regel wenig beherzigt wird.

Es komme zunehmend zu Fällen von Cyber-Mobbing, wusste die Referentin, denn die modernen neuen Medien senken die Hemmschwelle für Mobbing. Unter Cyber-Mobbing versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel. "Seien Sie immer auf dem Laufenden und beschäftigen Sie sich mit dem Internet", riet die Expertin: "Zeigen Sie Interesse am Tun ihrer Kinder und steigern Sie deren Selbstwertgefühl, indem Sie sich auch einmal etwas von den Kindern erklären lassen.

Über Gefahren reden

Dabei ist es sehr wichtig, über die Gefahren des Internets zu reden", schloss die Fachfrau. Claudia Hösamer vom Jugendamt und vom Lokalen Bündnis für Familien im Landkreis Schwandorf teilte zum Schluss Informationsmaterial aus. Rektor Winderl bedankte sich bei der Referentin für den aufschlussreichen Vortrag. Ebenso sprach er seinen Dank an Claudia Hösamer aus, die diesen Abend ermöglicht hat.

Ausführliche Informationen zum Thema Internetgefahren gibt es unter www.aber-sicher.eu und www.vs-stamsried-poesing.de.
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