19.01.2017 - 17:54 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Generalleutnant Carsten Jacobson besucht Oberviechtach Als Freunde willkommen

"Dem Standort Oberviechtach, Heimat des stolzen Panzergrenadierbataillons 122 und guter Freund unserer Bundeswehr, herzlichen Dank und alles Gute für die Zukunft." Carsten Jacobson (61), Generalleutnant des Heeres der Bundeswehr, war der Ehrengast beim Abschiedsappell. Beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt kreisten die Gespräche um die Verlegung nach Litauen.

Mit den besten Wünschen für die Soldaten und die Garnisonsstadt Oberviechtach trug sich Generalleutnant Carsten Jacobson in das Goldene Buch der Stadt ein. Anwesend beim Empfang waren (von links) Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf, Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber, Bürgermeister Heinz Weigl, der stellvertretende Adjutant des Generals, Oberstabsfeldwebel Matthias Meyer und Dritter Bürgermeister Hans Hösl. Bild: frd
von Christof FröhlichProfil

42 Jahre lang ist Jacobson bereits Soldat. Der gebürtige Hamburger trat 1974 beim Panzerbataillon 123 in Kümmersbruck in den Dienst der Bundeswehr ein und hätte bei Übungen schon einige Male gerne auf die Oberviechtacher Grenadiere als "Gegner" verzichtet. Aufgeschlossen, humorvoll und als Freund des Panzergrenadierbataillons 122 gab sich Generalleutnant Carsten Jacobson, der stellvertretende Inspekteur des Heeres, am späten Mittwochnachmittag bei seiner Rathaus-Visite.

Im Rampenlicht

Vor diesem Besuch bei Bürgermeister Heinz Weigl, der den hohen Gast zusammen mit seinen beiden Stellvertretern Christa Zapf und Hans Hösl im kleinen Sitzungssaal erwartete, weilte der Dreisternegeneral in der Grenzlandkaserne. Hier informierte er sich bei Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber über die Vorbereitungen des Panzergrenadierbataillons 122 für die Verlegung nach Litauen, welche mit über 300 Soldaten Anfang nächster Woche startet. Beim Besuch im Rathaus war er dann davon überzeugt, dass bei den Oberviechtacher Panzergrenadieren alles richtig laufe und dass sie einmal mehr den an sie gestellten Anforderungen gerecht werden: "Sie werden die Bundeswehr als erste Einheit bei diesem Einsatz optimal repräsentieren." Jacobson stellte bei seinem Besuch im Rathaus heraus, dass die Oberviechtacher Soldaten bei diesem Einsatz im besonderen Rampenlicht stehen. Sie seien damit konfrontiert, auf das kulturelle Verständnis und die Mentalität der litauischen Bürger einzugehen, in jedem Falle werden sie im Gastland aber als Freunde willkommen sein.

"Letztendlich kommt es bei dieser Mission darauf an, den baltischen Staaten zu zeigen, dass sie in jeder Situation in den Schutz der Nato eingebettet sind und sich auf ihre Bündnispartner verlassen können", bekräftigte der Generalleutnant.

"Ein gutes Pflaster"

Bürgermeister Weigl stellte die Garnisonstadt vor und betonte, dass seit dem Einzug der Bundeswehr am 11. August 1961 in Oberviechtach immer von "unseren Soldaten" gesprochen werde. "Die Soldaten werden als ein selbstverständlicher Teil der Bevölkerung gesehen", sagte Weigl und verwies darauf, dass dies auch an der gebührenden Verabschiedung im Jahnstadion zu sehen sei. Ihm sei bestens bekannt, dass die Oberpfalz im Allgemeinen und Oberviechtach im Besonderen ein gutes Pflaster für Soldaten ist, meinte der Ehrengast des Verabschiedungsappells.

Von der Leistungsfähigkeit der Panzergrenadiere habe er sich schon oft überzeugen können. In seinen Chefzeiten sei er oft froh gewesen, sie bei Übungen nicht als "Gegner" zu haben. Als früherer 123er kenne er Land und Leute gut und deshalb sei er gerne wieder einmal nach Oberviechtach gekommen.

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