22.03.2018 - 20:00 Uhr
Oberviechtach

Gottesdienst von Hospizinitiative und Sozialstation macht Hinterbliebenen Mut Kleiner Trost in großer Trauer

Zahlreiche Trauernde nahmen die Gelegenheit wahr, in einem von der Hospizinitiative der Caritas und der Caritas-Sozialstation Oberviechtach gestalteten Gottesdienst Trost zu finden. "Damit setzen wir ein Zeichen, dass uns unsere Verstorbenen am Herzen liegen und dass wir mit ihnen in Verbindung bleiben", sagte Pfarrer Alfons Kaufmann am Beginn der Messe.

Die Mitarbeiter der Hospizinitiative (von links) Manuela Singer-Bartos, Rita Reiter und Birgit Wölke, hatten für die Trauernden Kerzen und Mut machende Steine mit einem Trostspruch vorbreitet. Bild: weu
von Udo WeißProfil

Mit einem besinnlichen Text ging Rita Reiter auf die Trauer ein, die Zeit und Raum brauche, die die Trauernden aber auch auffange. Ergreifend war das vorgespielte Lied "Amol seng ma uns wieda", das die Gefühle der Hinterbliebenen traf.

In einer kurzen Predigt stand ein Zitat von Reinhold Schneider im Mittelpunkt: "Es gehört zum großen Unglück der Welt, dass sie verlernt hat, mit den Toten zu leben." Wie Dekan Kaufmann ausführte, seien die Toten meistens schnell vergessen. Sie würden im Alltag der Menschen keine Rolle mehr spielen. "Aber unsere Toten gehören auch zur Menschheit, es bestehen Beziehungen zu ihnen, und sie beeinflussen uns", so der Geistliche. Auch wenn der Tod einen schmerzhaften Abbruch des Lebens bedeute, verschwinde der Mensch nicht ins Nichts.

Bei Gott finde er ein neues, unvergängliches Leben in abgewandelter Form. "Es ist deshalb wertvoll, für sie zu beten, weil wir es brauchen. Wir sind dadurch die Beschenkten", schloss er seine Predigt. Nach den von den Hospizhelfern vorgetragenen Fürbitten waren die Trauernden eingeladen, mit Bibelzitaten und Taizé-Liedern nach vorne zum Altar zu kommen. Dort entzündeten sie für den Menschen, um den sie ganz besonders trauern, eine Kerze und nahmen einen Mut machenden Stein mit einem Trostspruch mit nach Hause.

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