29.03.2018 - 20:00 Uhr
Oberviechtach

Hilfstransport in die Ukraine mit Krankenhaus und Kinderheim als Ziel Wo die Not sichtbar wird

Bei jedem Besuch in der Ukraine wird die Not sichtbar.. Einfachste Gerätschaften fehlen in Krankenhäusern, Sozialstationen und Kinderheimen. Obwohl der jüngste Hilfstransport erst im September erfolgte, hat sich der Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine in Bayern" entschlossen, in zwei Wochen erneut aufzubrechen.

Vorsitzender Anton Grauvogl (links) ist der Motor des Vereins. Monika Stangl und Peter Alkofer sind dabei, wenn es im April mit dem Hilfstransport in die Ukraine geht. Bild: frd
von Christof FröhlichProfil

Am 13. April startet der Transport von Hilfsgütern nach Rivne in der Ukraine. Dazu gab es im Vereinslokal "Hammerschänke" in Lukahammer nun eine Besprechung mit Vorsitzendem Anton Grauvogl und den Mitgliedern zur detaillierten Planung.

Gleich am Beginn der Versammlung merkte Grauvogl an, dass die Spendenbereitschaft groß sei, vor allem bei den dringend benötigten medizinischen Gerätschaften und Betten - genau da, wo in den Krankenhäusern der Ukraine der Bedarf enorm ist: Patienten müssen dort sogar in Decken auf dem Fußboden schlafen.

Das Verladen der Hilfsgüter und das Entladen erfordert kräftige Helfer. Aber auch die Miete des Lastkraftwagens mit Kosten von knapp 2000 Euro ist immer wieder ein finanzieller Kraftakt für den Verein. "Mit dem Sammeln der Hilfsgüter alleine ist es nicht getan", so der Vorsitzende. Eine Stütze ist dabei die Firma Irlbacher Blickpunkt Glas aus Schönsee: Sie stellt eine Halle für die Lagerung der Transportgüter zur Verfügung. Auch das Autohaus Bauriedl aus Dieterskirchen hilft mit einem kostenlosen Kleinbus für den Transport der Helfer.

In den vergangenen Wochen war die Spendenbereitschaft wieder sehr groß, und "der harte Kern" der Helfer hatte wieder viel Arbeit mit Abholung und Einlagerung der Hilfsgüter. Am 12. April werden die Hilfsgüter in Schönsee verladen. Einen Tag später starten die voraussichtlich sechs Helfer mit dem Kleinbus, auf der Hinfahrt ist in Polen eine Übernachtung eingeplant.

Angefahren werden bei diesem Transport ein Kinderheim, eine Sozialstation, ein Entbindungskrankenhaus, ein Reha-Zentrum, das neu eingerichtet wird, und ein Heim für Menschen mit Down-Syndrom. Um Geld zu sammeln, plant der Verein einen Stand beim "Frauentag" in Stadlern, möglicherweise auch beim Seefest in Schönsee. Wie Grauvogl weiter informierte, beabsichtigt der Bürgermeister von Rivne, einen Besuch in Oberviechtach, der Patenstadt von Rivne.

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