21.08.2017 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Hinauf zur Glockenstube

Die Höhe des Kirchturmes und die Größe der vier Zifferblätter der Turmuhr waren nur einige der Details, die Günther Flierl beantworten musste. Zuvor lotste der Kirchenpfleger die Teilnehmer der Ferienaktion die 98 Stufen bis zur Glockenstube hinauf - Schrecksekunden inbegriffen.

Vor dem Aufstieg in den Turm ging es für diese Gruppe in die Sakristei. Kaplan Martin Popp erklärte den Besuchern die sakralen Gegenstände, die in der Kirche verwendet werden. Bilder: frd (2)
von Christof FröhlichProfil

Kirchenpfleger Günther Flierl hatte Kinder und Erwachsene eingeladen, ihre Heimatstadt einmal von der Höhe des Kirchturms herab zu betrachten. Doch vor diesem Ausblick aus der Vogelperspektive mussten erst einmal die 98 engen und steilen Treppen im Glockenturm bewerkstelligt werden.

Angst vor Stundenschlag

Die meisten der Teilnehmer trauten sich das auch zu, meist jedoch mit einem etwas vorsichtigen Blick hin zu den tonnenschweren Glocken. Als dann der Hammer sich hob und zum Viertelstundenschlag auf die zweitgrößte, 800 Kilogramm schwere "Ave-Glocke" mit dem Namen "Maria, Königin des Friedens" niederschlug, zuckten einige Kinder doch ganz schön zusammen. Sie wollten sich den Stundenschlag auf die 1350 Kilogramm schwere Glocke, die "Christus dem König der Welt" geweiht ist, erst gar nicht vorstellen.

Die beiden weiteren großen Glocken sind "Johannes dem Täufer" und dem "Erzengel Michael" geweiht. Die Glocken sind in der Gießerei Otto in Bremen gegossen und 1948 in der Stadtpfarrkirche Oberviechtach geweiht worden. Schwieriger als der Anstieg, erwies sich dann bei einem Blick in die Tiefe der Abstieg. Doch die Kinder waren dabei ja nicht alleine.

In der Mitte des Glockenturms wurde noch einmal ein Stopp eingelegt und es gab einen Einblick, wie es oberhalb des Kirchengewölbes aussieht. Wieder auf sicherem Boden angekommen, wanderte der Blick noch einmal hinauf auf den 36 Meter hohen Glockenturm mit seinen zwei Quadratmeter großen Zifferblättern.

In der Sakristei

Eine weitere Gruppe wurde in der Zwischenzeit von Kaplan Martin Popp durch die Kirche und in die Sakristei geführt. Hier zeigte der Kaplan die sakralen Gegenstände und erläuterte, welche Messgewänder zu welchem Anlass getragen werden. Nach dem "kleinen Aufstieg" zur Empore und zur Eisenbarth-Orgel durfte auch die zweite Gruppe den Kirchturm erklimmen. Hier waren Urlaubsgäste aus Berlin dabei, welche die Aussicht auf den schönen Oberviechtacher Marktplatz genossen.

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