22.08.2017 - 17:36 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Jahreshauptversammlung der Caritas-Sozialstation Oberviechtach Fokus wieder auf der Pflege

Die Caritas-Sozialstation Oberviechtach ist seit eineinhalb Jahren selbstständig. "Wir können mit einem guten Gefühl in die Zukunft schauen", sagte Vorsitzender Hubert Ruml. Er hatte die Umstrukturierung bravourös geleitet und wurde bei den Neuwahlen bestätigt. Auch ein Zahlenwerk überzeugte.

Daniel Bronold (rechts) vom Caritasverband in Regensburg freut sich, dass es bei der Oberviechtacher Sozialstation so gut läuft. Er leitete die Neuwahlen, wobei Vorsitzender Hubert Ruml (Zweiter von links) mit Stellvertreter Pfarrer Herbert Rösl (Dritter von links) bestätigt wurden. Bei der Jahreshauptversammlung wurde mit Christiane Böhm (links) auch die neue Pflegedienstleitung vorgestellt. Bild: Portner
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Die Caritas-Sozialstation (CSS) hat das stürmische Fahrwasser bei der Auflösung der Geschäftsstelle der vier Stationen Oberviechtach, Nittenau, Burglengenfeld und Neunburg hinter sich gelassen. Mittlerweile steht jede Einrichtung gut auf eigenen Beinen.

Bilanz 2016

Während die finanzielle Situation im Jahr 2015 sehr angespannt war, konnte Vorsitzender Hubert Ruml nun bei der Jahreshauptversammlung eine Bilanz für 2016 vorlegen, die aufgrund ihrer "schwarzen Zahlen" von den Anwesenden mit Applaus bedacht wurde. "Die Caritas Sozialstation Oberviechtach ist gesund", sagte Ruml, und Sekretärin Claudia Reiter erläuterte detailliert die Gewinn- und Verlustrechnung. Den Haushaltsplan für 2017 stellte Daniel Bronold vom Caritasverband Regensburg vor. Der gebürtige Oberviechtacher ist dort ein Ansprechpartner der Sozialstation und beantwortete den Anwesenden ihre Fragen zu einigen Haushaltsstellen.

128 Patienten

In seinem Tätigkeitsbericht zum Vorjahr informierte der Vorsitzende über den Fuhrpark. So habe die Station im Jahr 2016 drei neue Dienstfahrzeuge im Austausch mit älteren Autos angeschafft. Das Angebot der Betreuungsgruppe wurde wöchentlich von acht bis zehn Teilnehmern wahrgenommen. Bei der Kostenstelle "Essen auf Rädern" (6655 Portionen ausgeliefert) habe sich ein leichtes Minus ergeben. Ruml betonte, dass die Hospizinitiative jeden zweiten Donnerstag eine Sprechstunde in Oberviechtach anbietet.

Seit 1. Mai hat die Sozialstation mit Christiane Böhm aus Niedermurach eine neue Pflegedienstleitung. Die 40-jährige Mutter von zwei Kindern stellte sich kurz vor. Sie informierte, dass derzeit 128 Patienten in ihrem häuslichen Umfeld betreut werden; 92 davon sind Mitglied in einem Krankenpflegeverein. Der Arbeitsaufwand ist enorm: 7 Touren starten am frühen Morgen; dazu kommen 2 Spätdienste und 3 Touren mit hauswirtschaftlicher Versorgung. Zu den 18 Mitarbeitern in der Pflege kommen zwei Auszubildende.

Neue Satzung und Wahl

Viel Zeit in Anspruch nahm eine Satzungsänderung, deren Entwurf im Detail durchgearbeitet und mit einigen Ergänzungen schließlich beschlossen wurde. Schnell abgewickelt waren dagegen die Neuwahlen, nachdem sich die bisherigen Vorstandsmitglieder für eine weitere Kandidatur zur Verfügung gestellt hatten (siehe Kasten). Als zwei neue Beisitzer wurden die evangelische Pfarrerin Ruth Schlinke (Oberviechtach) und Alfons Fuchs (Winklarn) gewählt.

"Wir haben sehr konstruktiv gearbeitet und den Verein vorangebracht. Ich hoffe, dass die nächsten Jahre so weiterlaufen", sagte Hubert Ruml und dankte für das Vertrauen. Vor dem geistlichen Schlusswort durch Pfarrer Herbert Rösl wurden noch einige Punkte bei "Verschiedenes" angesprochen. So soll der jährliche Gedenkgottesdienst für Gönner Wenzl Hüttl beibehalten werden.

Die Caritas Sozialstation Oberviechtach ist gesund.Vorsitzender Hubert Ruml

Neuwahlen

Hubert Ruml (1. Vorsitzender); Pfarrer Herbert Rösl (2. Vorsitzender). Als Beisitzer fungieren: Pfarrer Wolfgang Dietz, Dekan Alfons Kaufmann, Pfarrerin Ruth Schlinke, Birgit Höcherl, Christa Dobmeier, Renate Illing, Marietta Lietz, Gertraud Portner, Monika Scheck und Alfons Fuchs. Rechnungsprüfer bleiben Eva Maria Schwendner und Günther Holler.

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