Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Oberviechtach
Bei Stützpunktwehr läuft’s gut

Für ihre langjährige Treue zum Feuerwehrverein, über mehrere Jahrzehnte hinweg, sind diese Mitglieder mit Urkunden ausgezeichnet worden. Bürgermeister Heinz Weigl (hinten, Dritter von links) gratulierte. Bild: frd
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Oberviechtach
10.01.2017
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120 Einsätze hat die Stützpunktwehr im Vorjahr geleistet. Die 54 Aktiven, First-Responder und Jugendgruppe sind der Stolz der Feuerwehr Oberviechtach, die mit 415 Mitgliedern gut aufgestellt ist. Ehrenurkunden gehören deshalb zur Jahreshauptversammlung so selbstverständlich wie ein Lob des Bürgermeisters.

Zur Jahreshauptversammlung traf sich die Stützpunktwehr im Vereinslokal Grundler. Das Totengedenken galt Josef Wild, Josef Forster, Josef Fleißer, Karl Pähr, Hermann Schmid und Vereinswirt Johann Grundler. Vorsitzender Hans Roßmann zeigte sich stolz auf seine Wehr und vor allen Dingen auch auf die Aktiven, die einmal mehr Vorbildliches geleistet haben. Er stellte die Vereinsstatistik mit 415 Mitgliedern (342 männlich, 73 weiblich) vor. Einer der Höhepunkte war durch die Zusammenarbeit aller Generationen wieder der Feuerwehrball. Dazu gab es viele Veranstaltungsbesuche sowie vereinsinterne Treffen, welche die Kameradschaft festigen halfen. An langjährige Mitglieder überreichte er Dank- und Treueurkunden (siehe Kasten).

Kassier übernimmt wieder

Seniorenbetreuer Hans Lößl gab einen Abriss der monatlichen Treffen in wechselnden Lokalen und warb um rege Teilnahme. Schatzmeister Robert Hofmann hatte sich im Januar 2016 von seinem Amt verabschiedet, doch da sein Nachfolger wegen beruflicher Verpflichtung die Stadt verlassen musste, hat Hofmann das Amt wieder kommissarisch übernommen. In geheimer Wahl wurde er nun wieder in diesem Amt bestätigt.

Bürgermeister Heinz Weigl stellte die hervorragende Zusammenarbeit der Stützpunktwehr mit den Ortswehren heraus und dankte für das Geleistete. Seine besondere Anerkennung fanden Vorsitzender Hans Roßmann, die Kommandanten Dietmar Hein und Ferdinand Roßmann und alle, die Verantwortung übernommen haben. Gerne werde die Stadt auch weiterhin Gerät und Ausrüstung zur Verfügung stellen. "Nur weil sich so viele Mitbürger bei der Feuerwehr und bei den Hilfs-und Rettungsdiensten im Ehrenamt engagieren und sich ständig und meist auch noch in ihrer Freizeit, den Aus- und Fortbildungen unterziehen, können wir uns sowohl auf den Straßen als auch im heimischen Umfeld sicher fühlen und damit rechnen, dass uns im Notfall schnell und professionell geholfen wird", lobte Weigl.

Jugendwart Thomas Grundler gab einen Einblick in die Jugendarbeit des Vorjahres mit der 24-Stunden-Übung in Nabburg und der "Birkerlaktion". Die Anwärter waren in der feuerwehrtechnischen Grundausbildung, bei Wettkämpfen mit anderen Wehren und beim Ablegen von Abzeichen gefordert, wobei sie einen ausgezeichneten Ausbildungsstand unter Beweis stellten. Immerhin sind an 33 Tagen 45 Stunden Ausbildung betrieben und zusammen mit der allgemeinen Jungendarbeit 67 Gesamtstunden von den acht Jungen und drei Mädchen geleistet worden. Sandra Deyerl, Julian Troglauer und Theresa Ruhland wurden bei der Versammlung in die Reihen der Aktiven aufgenommen.

Einen wahren Erfolgsbericht der "First Responder" konnte Leiter Martin Grundler vortragen, denn die drei Rettungsassistenten, ein Rettungssanitäter, sechs Rettungshelfer und zwölf Sanitäts- und ABC-Helfer hatten 59 Einsätze, davon 52 Noteinsätze zu bewältigen. In 204 Einsatzstunden wurden 54 Personen gerettet. Dankbar zeigte sich Martin Grundler dafür, dass mit der Beschaffung des hochwertigen Reanimationsgerätes Lucas 2, einem Navigationsgerät und einem Handy, die Arbeit effektiver gestaltet werden kann. Das Reanimationsgerät wurde schon zweimal mit Erfolg eingesetzt, so dass sich die Beschaffungskosten (10 800 Euro Gesundheitsverein und 4000 Feuerwehr) schon gelohnt hätten. Am Lucas 2 sind mittlerweile schon 26 Personen ausgebildet worden.

Kommandant Dietmar Hein berichtete über ein Jahr mit vielen Einsätzen, mit viel Arbeit und Ausbildung. Die Stützpunktwehr war bei 15 Bränden, 35 technischen Hilfeleistungen, 59 First-Responder-Einsätzen, 4 Sicherheitswachen und bei 7 Fehlalarmierungen gefordert. Dabei sind bei den Feuerwehrdienstleistungen immerhin 1247 Stunden abgeleistet worden. Dazu kamen noch zahlreiche Übungen (Atemschutz, Schaum- und Wärmegewöhnung, Mero-Übung, Löschmaßnahmen, Motorsägen-Ausbildung), Aus- und Fortbildungen, Lehrgänge und das Vorbereiten und Ablegen von Leistungsabzeichen. Auch der Besuch gesellschaftlicher Veranstaltungen und die Kameradschaftspflege seien nicht vernachlässigt worden.

Offiziell "Einsatzfotograf"

Für den Verein haben 56 Feuerwehrdienstleistende insgesamt 2554 Stunden abgeleistet. Alle Tätigkeiten zusammengerechnet ergeben 7477 Sunden. Derzeit verfügt die Wehr über 54 Aktive (darunter 7 Frauen). Der Kommandant dankte der Stadt für die Beschaffungsmaßnahmen und erwähnte die Spende von Harald Brunner aus Pirkhof, der ein aufblasbares "Schnelleinsatz-Zelt" im Wert von mehreren Tausend Euro zur Verfügung gestellt hat. Die Kommandanten Dietmar Hein und Ferdinand Roßmann beförderten einige Aktive zum nächsthöheren Dienstgrad. Bernd Meier wurde per Urkunde zum "Einsatzfotografen" ernannt.

EhrungenFolgende Mitglieder sind, soweit anwesend, geehrt worden: Für 25 Jahre: Manfred Dobler. Für 40 Jahre: Ehrenbürger Otto Lehner, Johann Lößl, Ulrich Beck, Herbert Roßmann, Josef Uschold, Alfons Schießl und Alois Elsner. Für 50 Jahre: Gerhard Süß, Johann Elsner, und Josef Reiml. Für 60 Jahre: Josef Lorenz, Christian Markl, Otto Pronold, Josef Suckart, Josef Welnhofer und Josef Dobler. (frd)
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