03.01.2018 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Johanniter übernehmen Trägerschaft für Jugendsozialarbeit an Schulen: Ideal für den Problemfall

Die Johanniter übernehmen künftig die Trägerschaft der Jugendsozialarbeit an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule. Bei der Vertragsunterzeichnung wird darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass Jugendliche mit Problemen einen Ansprechpartner haben. Das entlastet Lehrer und Mitschüler.

Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf unterzeichnete zusammen mit dem Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, Martin Steinkirchner (rechts), und Rektor Werner Winderl den Vertrag über die Trägerschaft für die Jugendsozialarbeit an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule. Bild: weu
von Elfriede WeißProfil

Jugendsozialarbeit (JaS) an Schulen erhält immer größere Bedeutung und hat an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule einen hohen Stellenwert. Da sich Kolping als langjähriger Träger der Einrichtung an der Schule zurückzogen hat, wurde ein neuer benötigt - und mit der Johanniter-Unfall-Hilfe auch gefunden.

Zur Unterzeichnung des Vertrages traf sich Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf mit dem Johanniter-Regionalvorsitzenden Martin Steinkirchner sowie Sachgebietsleiter Andreas Denk und Rektor Werner Winderl. "Es ist sehr gut, dass die Johanniter so nahtlos die Jugendsozialarbeit an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule übernehmen", bedankte sich die stellvertretende Bürgermeisterin gleich zu Beginn.

Regionalvorsitzender Steinkirchner gab einen kurzen Überblick über die seit 1983 in Ostbayern aktive Johanniter-Unfall-Hilfe mit ihren rund 360 hauptamtlichen und 575 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Das breit angelegte Engagement reicht von der ambulanten Altenpflege über die Kinder- und Jugendarbeit bis hin zu internationalen Hilfsprojekten. Dabei steht der Mensch immer im Mittelpunkt. "Die Probleme werden immer größer", meinte Steinkirchner, "und so bekommt die Jugendarbeit immer größere Bedeutung, und die JaS als Ansprechpartner ist eine wertvolle Einrichtung".

Bei sämtlichen Schulen, die Sozialpädagogen in der Jugendhilfe haben, tritt die Johanniter-Unfall-Hilfe in Zukunft als Träger auf. Rektor Winderl hob die Bedeutung dieser für Lehrer und Schüler wertvollen Einrichtung hervor. "Es ist gut, wenn die Möglichkeit besteht, einen Jugendlichen mit Problemen kurzzeitig aus dem Klassenverband herauszunehmen und ihn an die Hand speziell geschulter Kräfte geben zu können", führte der Schulleiter aus. "Karina Pfeiffer und Maria Rötzer machen an unserer Schule in der Jugendsozialarbeit seit Jahren hervorragende Arbeit und stehen Schülern sowie Eltern immer zur Verfügung", betonte er.

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Weitere Informationen:

www.johanniter-ostbayern.de

Jugendsozialarbeit

Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) ist eine Leistung der Jugendhilfe und die intensivste Form der Zusammenarbeit mit der Schule. Sie soll sozial benachteiligte junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und fördern. Dadurch sollen deren Chancen auf Teilhabe und eine eigenverantwortliche sowie gemeinschaftsfähige Lebensgestaltung verbessert. (weu)

 

 

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