Jürgen Wölfl mneuer Chef der drittten Kompanie
Gefahren tapfer gemeistert

Mit der Übergabe der "Spießschnur" von Eduard Pröls an den neuen Spieß, Jürgen Wölfl (rechts), ist der Dienstpostenwechsel durch Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber (Mitte) auch formell vollzogen worden. Bild: frd
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Oberviechtach
11.12.2016
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Der Vorgänger und der Nachfolger, beide haben sie reichlich Erfahrung bei gefährlichen Auslandseinsätzen gesammelt. An Feingefühl und Tapferkeit bei der Führung der dritten Kompanie hatte Oberstleutnant Christoph Huber deshalb auch beim Führungswechsel keinen Zweifel.

Bei der Bundeswehr stand die feierliche Übergabe der Dienstgeschäfte des Kompaniefeldwebels an: Von Oberstabsfeldwebel Eduard Konrad Pröls sollte die Aufgabe an Stabsfeldwebel Jürgen Wölfl weitergereicht werden. Der Kommandeur des Panzergrenadierbataillon 122, Oberstleutnant Christoph Huber, stellte bei dieser Gelegenheit heraus, dass es gute Tradition im Bataillon ist, einen solchen Appell im Beisein von Vertretern des öffentlichen Lebens auszuführen.

So waren die Bürgermeister der Patengemeinden, Hermann Ach aus Moosbach und Andreas Wutzlhofer aus Vohenstrauß, erschienen, aber auch die Vertreter der Reservistenkameradschaften und Soldaten- und Kriegervereine. Auch die beiden Militärgeistlichen Pfarrer Alexander Prosche und Pfarrer Gunther Nagel wollten diesen Termin nicht missen.

"Tag der offenen Tür"

In einem Rück- und Ausblick auf die Vorhaben führte Huber aus, dass die Kompanie eindrucksvoll die alliierte Großübung "Allied Spirit" Anfang des Jahres bewältigt hat. Sie habe gezeigt, dass sich die deutschen Soldaten bei weitem nicht vor den Freunden verstecken müssen, auch nicht vor den Soldaten der USA. Weiterhin hat die Kompanie unter anderem den Tag der Bundeswehr in Veitshöchheim sowie einen Tag der offenen Tür in Oberviechtach mitgestaltet. Die "Großstation Patrouille" sei ein voller Erfolg gewesen, vor allem aber in der Mongolei habe die dritte Kompanie voll überzeugt. Ihre Leistungsfähigkeit habe sie mit einem Kontingent von insgesamt 46 Soldaten unter Führung des neuen stellvertretenden Bataillonskommandeurs Lars Obst unter Beweis gestellt. Der Kompanie oblag die Ausbildung von 100 mongolischen Soldaten für den Auslandseinsatz bei "Resolute Support Mission" in Mazar-e Sharif.

Die dritte Kompanie wird im kommenden Jahr in Abwesenheit des Bataillons bei "Enhanced Forward Presence" in Litauen das Team "Hotel" bilden und in dieser Zeit viele wichtige Weichen für das Bataillon stellen müssen. Zum eigentlichen Anlass dieses Appells kommend, führte Huber aus, dass Eduard Pröls bereits vor zwei Wochenvor dem Bataillon in den Ruhestand verabschiedet und mit der Ehrennadel des Bataillons ausgezeichnet wurde. Nun aber gelte es, den "Spießwechsel" zu vollziehen, wobei er den militärischen Werdegang des bisherigen und des neuen Kompaniefeldwebels aufzeigte. Beide haben in ihrer Dienstzeit schon mehrere, nicht ungefährliche Auslandseinsätze absolviert.

Sie hätten sich bestens durch Mut, Einsatzbereitschaft und Tapferkeit bewährt. Pröls habe damit auch den Spitzendienstgrad der Unteroffiziere durch die Beförderung zum Oberstabsfeldwebel und Kompaniefeldwebel erreicht. Pröls war im Jahr 2006 insgesamt 163 Tage im Kosovo, 2008 für 149 Tage in Feyzabad im Norden Afghanistans, 2010 und 2013 für ein halbes Jahr in Kunduz (Afghanistan). Damit verbrachte er fast zwei Jahre im Ausland, merkte der Kommandeur an. Dafür gebühre ihm der Dank und die Anerkennung jedes deutschen Bürgers.

Mit Jürgen Wölfl, werde nun kein Unbekannter die "Mutter der dritten Kompanie". Auch er ist sei "ein Kind des Bataillons", war aber zumindest zweimal mehr als sein Vorgänger auch außerhalb des Standortes Oberviechtach eingesetzt. In dieser Kompanie fungierte er als Zugführer und zuletzt als Kompanietruppführer. "Auch er ist äußerst einsatzerfahren", informierte Huber und berichtete, dass Wölfl 2002 für 80 Tage im Kosovo war. 2004 und 2006 war er erneut für 149 und noch einmal für 137 Tage im Einsatz. 2008 folgte ein Aufenthalt in Afghanistan für 118 Tage, und 2010 verbrachte er 190 Tage im Norden Afghanistans - während der schwersten Gefechte in der Bundeswehrgeschichte. Dabei habe auch er sich bestens bewährt.

Spießschnur übergeben

Mit ihm kämen soldatische Tugenden wie Feingefühl, Tapferkeit und Sorge um das Wohl der Soldaten als Charaktereigenschaften zum Tragen. Vor den angetretenen Soldaten erfolgte dann die feierliche Übergabe der "Spießschnur", anschließend ging es zu einem Empfang in die Räume der Unteroffizierheimgesellschaft. Nach einem Rückblick auf seine 33-jährige Dienstzeit und einen humorvollen Ausblick auf seinen vor ihm liegenden Ruhestand wurde Pröls auch von den Sprechern der Traditionsvereine und den Bürgermeistern der Patengemeinden verabschiedet.
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