27.08.2017 - 15:56 Uhr
OberviechtachOberpfalz

"Kinifest" lockt mit Blasmusik und bayerischem Essen Ehrensalut für Märchenkönig

Seit Jahrzehnten ist Ludwig II. die Gallionsfigur für die "Königstreuen Lind". Einmal im Jahr, zum Geburtstag des bayerischen Monarchen, lassen es die Vereinsmitglieder so richtig krachen. Das lockte auch einen hochrangigen Gast an, der zwar nicht von Adel ist, aber immerhin in der Politik eine Rolle spielt.

von Christof FröhlichProfil

-Lind. Ein paarmal hatten die "Königstreuen Lind" schon Pech mit dem Wetter bei ihrem "Kinifest". Doch am Samstag strahlten schon am frühen Abend die gut gelaunten Gäste mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages um die Wette. Das Kinifest, das sich normalerweise im Stodl und im Zelt abspielt, hatte sich in der lauen Sommernacht zur Open-Air-Veranstaltung entwickelt. So konnten auch die Musikanten ganz nah ran an ihr Publikum.

Das war schon wieder ein besonderes "Kinifest" in Lind, denn die "Königstreuen" haben mit Vereinswirt Herbert Reger einen neuen "Oberkini", der sich bei der Vorbereitung und beim Festablauf dieses Traditionsfestes zu Ehren König Ludwigs II. auf ein eingespieltes Organisationsteam verlassen konnte. Die Vereinsmitglieder verehren ihren "Kini" bereits seit Jahrzehnten, wobei der Vater des jetzigen Vorsitzenden, Georg Reger, mit der Vereinsgründung den Grundstein für die Gruppe gelegt hat. Der Bayernkönig König Ludwig II. hat sich in der bayerischen Geschichte als leidenschaftlicher Erbauer der Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof ein Denkmal gesetzt, er wird auch als der Märchenkönig verehrt, der im Starnberger See unter mysteriösen Umständen ertrunken ist.

Mit Kanonendonner

Das Anschießen des Kinifests übernahmen die Pirkhofer Böllerschützen und ihre Kollegen aus Windisch-eschenbach mit Einzelfeuer, Reihenfeuer und einem Ehrensalut aus den Hand- und Schaftböllern. Dazu kam ein kräftiger Kanonendonner unter der Leitung von Böllermeister Jürgen Leibl. Bis Oberviechtach war es zu hören, dass das Fest eröffnet ist.

Im Zelt, im Stodl und im Freien nahe dem Landgasthof "Taverne" in Lind war schon kurz nach dem Anschießen reger Festbetrieb. Die Kapelle "Bayerisch Blech" bot beste Livemusik. Die Musiker mischten sich immer wieder unter die Gäste, um Sonderwünsche zu erfüllen oder für gute Stimmung zu sorgen. Die Vollblutmusiker luden "auf die Vogelwiese" ein, wo der Franz schon saß, verteilten unter den Feriengästen und Einheimischen "Rosen der Liebe" und machten den zahlreichen Gästen klar, dass es im Himmel kein Bier gibt - weshalb sie es lieber beim "Kinifest" trinken sollten.

Die Erkenntnis, dass der "teuerste Wald ein Rechtsanwalt" ist, lieferten sie in musikalischer Form gratis dazu. Als auch noch Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier dem Kinifest mit einer Gruppe von Freunden seinen Besuch abstattete, wurde es zeitweise ganz "schwarz" im Zelt. Der Stimmung tat das keinen Abbruch.

Bewährte Schlachtschüssel

Als Spezialität gab es am Samstagabend wieder die "beste bayerische Schlachtschüssel" aus der königlichen Küche, und ein bisschen Anstehen war dafür schon nötig. So ist bis weit nach Mitternacht hinein gefeiert worden. Ein wenig Kondition mussten Mitglieder und Gäste aber schon für den nächsten Tag aufheben, denn für Sonntag stand schon ein Frühschoppen als nächster Programmpunkt der Feier auf dem Plan.

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