04.10.2017 - 17:06 Uhr
OberviechtachOberpfalz

"Kleiner Appell" in der Grenzlandkaserne Neuer Fokus auf "Team Heimat"

Die "Litauen-Mission" hat die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 heuer stark gefordert. Dazu kam die Vorbereitung auf das neue Waffensystem "Puma". Die letzten Stunden des Quartals galten jedoch Soldaten , die verabschiedet oder befördert worden sind. Für den 6. Dezember gibt es besondere Pläne.

Mit anerkennenden Worten hat Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber (Mitte) die beiden Stabsfeldwebel Gunnar Steudel (links) und Georg Breu (rechts) in den Ruhestand verabschiedet. Bild: frd
von Christof FröhlichProfil

Zunächst aber steht in der Grenzlandkaserne in knapp drei Wochen der Rückkehrer-Appell für die Einsätze in Litauen und im Kosovo an. Hier wird die Region ihren Soldaten dafür danken, dass sie den Namen des Bataillons und damit auch die Stadt Oberviechtach international bekannt gemacht hat. Beim Jahresabschlussappell am 6. Dezember soll dann eines der erfolgreichsten Jahre dieses Bataillons gebührend gewürdigt werden.

Ein Generationssprung

Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber blickte in der Vorwoche - nach dem Antreten der Soldaten auf dem Appellplatz - aber auch in die Zukunft. Er merkte an, dass das Panzergrenadierbataillon 122 in einen neuen Abschnitt seiner Geschichte gehen wird. Die Ära Schützenpanzer "Marder" wird bald der Vergangenheit angehören und dem "Puma" weichen müssen. Das "Team Heimat" unter Führung des stellvertretenden Bataillonskommandeurs, Oberstleutnant Lars Obst, hat dafür bereits die Weichen gestellt. Die dritte Kompanie - welche nun in den Schwerpunkt des Bataillons rückt - hat mit der Ausbildung auf dem System Infanterist der Zukunft begonnen. "Am Ende werden wir aber einen Generationssprung nach vorne gemacht haben!", so Huber.

Dann aber rückten bei diesem "kleinen Appell" die in den Mittelpunkt, die es zu verabschieden, zu ehren oder zu befördern galt. Das waren in erster Linie die beiden Stabsfeldwebel Gunnar Steudel und Georg Breu, die es in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden galt. Der Kommandeur schilderte zunächst den Werdegang, der bei beiden als "sehr bewegt" bezeichnet werden kann, da sie das "militärische Handwerk" von der Pike auf gelernt und sich auf den unterschiedlichsten Dienstposten bewährt haben.

Stabsfeldwebel Gunnar Steudel ist im Mai 1981 in die Nationale Volksarmee eingetreten, hat dort die Ausbildung zum Waffenmeister und Feuerwerker absolviert und ist 1990 in die Bundeswehr übernommen worden. Bis 1995 waren er Versorgungsdienstfeldwebel im Sanitätsbataillon 701 und in Halle. Von April 1995 bis 2005 war Steudel Kommandant und Zugführer beim Panzerbataillon 104 und ist dann nach Oberviechtach versetzt worden, wo er als S 6-Feldwebel eine verantwortungsvolle Funktion hatte.

Mit Stabsfeldwebel Georg Breu verlässt ein Oberpfälzer das Bataillon, der 1983 in die Bundeswehr eingetreten ist. Seine wichtigen militärischen Stationen waren das Aufklärungsbataillon 4 die Kampftruppenschule 2 in Munster, bis er 1994 wieder zurück in die Oberpfalz nach Roding zum dortigen Jägerbataillon 4 kam. Von 1997 bis 2004 war Breu Ausbilder an der Heeresunteroffiziersschule in Weiden und im Anschluss daran bis 2008 Kompaniefeldwebel in Donauwörth, bevor er 2009 nach Oberviechtach gekommen ist. Hier war Breu zuletzt verantwortlich für das Alarmwesen und Controlling.

Rekordsummen gesammelt

Vor allem als Verantwortlicher bei den Kriegsgräbersammlungen hat sich Breu einen Namen gemacht und einen Sammelrekord nach dem anderen aufgestellt. Insgesamt wurden unter seiner Verantwortung seit 2011 über 35 000 Euro an Spendengeldern gesammelt, wofür das Panzergrenadierbataillon 122 regelmäßig mit dem Ehrenpreis des Volksbundes ausgezeichnet worden ist. Auch sportlich ist Breu mit drei Teilnahmen an Weltmeisterschaften und als mehrfacher deutscher Meister ein leuchtendes Vorbild. Nach der förmlichen Versetzung in den Ruhestand, wurden beide noch mit der Bataillons-Ehrennadel ausgezeichnet.

Die Oberfeldwebel Georg Pschirrer, Andreas Goldbach und Anne Wendler sowie Feldwebel Tobias Rustler wurden zu den nächsthöheren Dienstgraden befördert. Hauptfeldwebel Stefan Baumer wurde zum Berufssoldaten ernannt.

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