11.03.2018 - 20:00 Uhr
Oberviechtach

Museumsverein mit Besucher-Bilanz zufrieden Drittbeste Saison für Museum

"Weiterentwicklung" heißt das Zauberwort, wenn es ums Museum geht. Davon ist man beim Oberviechtacher Museumsverein überzeugt. Und das ist auch ein guter Grund, um das Konzept auf den Prüfstand zu stellen.

Wilfried Neuber (rechts) steht an der Spitze des Museumsvereins und wird dabei von einer ganzen Reihe ehrenamtlicher Mitarbeiter unterstützt. Bild: bgl
von Ludwig BergerProfil

"Wir alle können durchaus stolz sein, der Museumsverein ist eine Erfolgsgeschichte": Diese Bilanz zog der Vorsitzende des Museumsvereins, Wilfried Neuber, bei der Jahreshauptversammlung. Man habe nicht nur 14 Jahre lang ehrenamtlich den Betrieb sichergestellt, sondern initiativ auch die Weiterentwicklung vorangetrieben, "wobei sich das Vorstandsteam zusätzlich mit über 700 Stunden ehrenamtlich einbrachte".

Noch nicht zu spät

Mit dieser zufriedenstellenden Bilanz eröffnete der Vorsitzende die Versammlung im Gasthof "Post". Ungezählte Besprechungen, mehrere Ausstellungen, Kunsthandwerker-Märkte im Frühjahr und vor Weihnachten und der Marktmühlentag fallen in das Ressort des Vereins. "Beschäftigt hat uns auch sehr stark das Thema Soutschka-Haus und der damit zusammenhängende Zwischenbau", berichtete Neuber und stellte klar: "Gerade im Hinblick auf die ständig geforderte Barriere-Freiheit und Inklusion war und bleibt das für uns ein wichtiges Thema." Am Rande merkte er dazu an: "Noch wäre Zeit sich zusammenzusetzen."

Am 12. Oktober gab es eine Vorstandssitzung mit einem satzungsgemäß erweitertem Personenkreis zur Vorbereitung, Unterstützung und Ausführung aller dem Verein obliegenden Aufgaben im Zusammenhang mit der Einrichtung, dem Betrieb und der Weiterentwicklung des Museums. Der Verein zählt 157 Mitglieder, der Jahresbeitrag beträgt 10 Euro pro Person - und das soll nach dem Willen der Mitglieder so bleiben.

Vergangenes Jahr hatte der Verein mit "50 Jahre Museum in Oberviechtach" einen guten Grund zum Feiern. Als Fazit des Jubiläumsjahres könne man von einem erfolgreichen Jahr sprechen, so der Tenor. Mit insgesamt 4180 Besuchern wurde das drittbeste Ergebnis seit der Eröffnung im Jahr 2006 erzielt. Von den 4180 Besuchern waren rund 1800 Personen im Museum, 2400 kamen zu speziellen Veranstaltungen, wobei ein Großteil dieser Termine im Museum stattfand (Christkindlmarkt und Handwerkermarkt) - bei freiem Eintritt. Alljährlich gibt es 110 bis 120 Öffnungstage, inklusive der Sonderöffnungszeiten sind das gut 500 Stunden.

Anders als im Vorjahr mit 73 Führungen gab es 2017 nur 53 Führungen mit rund 1000 Teilnehmern. Trotzdem lag das Museum damit über dem Schnitt, außerdem gab es noch 22 Termine für das Goldwaschen mit 415 Interessierten. Positiv auf diese Bilanz habe sich auch die Weiterentwicklung des Museums ausgewirkt. Diese Feststellung habe auch die Leiterin aller nichtstaatlichen Museen in Bayern, Dr. Astrid Pellengahr, bei ihrem Besuch in Oberviechtach bestätigt

Konzepte analysiert

Zur Entwicklung der Museumspädagogik im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum berichtete Siegfried Bräuer von zahlreichen Konzepten, die er kürzlich gesichtet und analysiert habe. Ziel war es demnach, ein tragfähiges Gesamtkonzept zu erstellen, das den Ansprüchen des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums, den Bedürfnissen der Museumsbesucher, und den Rahmenbedingungen gerecht wird. Gerade aufgrund des letzten Punktes kristallisieren sich laut Bräuer Schwerpunkte heraus: So könne man das Angebot im Museum beispielsweise speziell auf 9- bis 13-Jährige im Altlandkreis ausrichten. Sie sollten von einer grundlegenden Einführung in die Institution Museum profitieren. Selbstverständlich dürften die übrigen Bildungseinrichtungen nicht außer Acht gelassen werden.

Neuwahl

Vorsitzender des Museumsvereins ist Wilfried Neuber, Stellvertreter Karl-Heinz Foißner, Schatzmeisterin Rosi Zithier, Schriftführerin Maria Schießl, Trägervertreter Bürgermeister Heinz Weigl, Wissenschaftliche Publikationen Ludwig Schießl, Haustechnik/Weiterentwicklung Christian Schönberger, Öffentlichkeitsarbeit Ludwig Berger, Museumspädagogik Siegfried Bräuer, Werkstattleiter Günther Zithier, Museumsarchivar Karl-Heinz Foißner, Kassenprüfer Karl-Heinz Pieper und Juane Demleitner. (bgl)

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