Oberviechtacher Grundschule stellt sich dem Wettbewerb zum Jubiläumsjahr in Bayern
Heimat-Rap eint die Nationen

Mit Tanz, Spiel und Wortbeiträgen ließen die Schüler der Doktor-Eisenbarth-Grundschule ihre Heimat bei einer imposanten Feierstunde hochleben. In der Mehrzweckhalle bewiesen die Kinder auch, dass sie beim Volkstanz eine gute Figur machen. Bilder: weu (2)
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Oberviechtach
21.03.2018
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Natürlich durfte der Namensgeber der Schule, Doktor Eisenbarth, nicht fehlen.

Was haben eine Leberkässemmel, ein Kuchen und eine Burg gemeinsam? Sie alle stehen für Heimat. In der Wahl dieser Symbole unterscheiden sich die Kinder aus dem fernen Syrien gar nicht so sehr von den Schülern in Oberviechtach.

"Heimat ist für mich eine warme Leberkässemmel", meint ein Schüler, und ein anderer stellt fest: "Zu meiner Heimat gehört die Burg Murach." Mit Bildern, Gedichten, Liedern und Gegenständen charakterisierten Vertreter jeder Klasse ihre Heimat. Anlass für die Veranstaltung der Grundschule unter dem Titel "Wir feiern Bayern - Heimat leben und gestalten" war ein oberpfalzweit ausgeschriebener Wettbewerb zum Jubiläumsjahr in Bayern. Wie Rektorin Beate Vetterl bei der Begrüßung der vielen Gäste in der Mehrzweckhalle ausführte, wurde Bayern vor 200 Jahren, also im Jahre 1818, zum modernen Verfassungsstaat. Mit der Dokumentation dieser Veranstaltung in Wort, Film und Bild, die Lehrerin Carolin Folsom erstellt, hofft die Doktor-Eisenbarth-Grundschule unter den Preisträgern dabei zu sein.

Mit einem "Heimat-Rap" stimmten die Schüler der Klasse 4b rhythmisch auf das Thema ein. Ein Heimatkoffer mit Begriffen, die für die Kinder zur Heimat gehören, wurde anschließend gepackt. Neben Familie, Freunden und dem Wohnort wurden auch die Tanzgruppe "Grün-Weiß", das Theater "Ovigo" oder der Handballverein angesprochen. Syrische Kinder nannten einen speziellen Kuchen und die Burg in Aleppo als Zeichen für Heimat.

"Siebenschritt"

Als starke Gruppe tanzten Kinder der Klassen 1a und 2a den "Siebenschritt" und hatten sichtlich Spaß daran. Mit Heimatgedichten traten einzelne Schüler auf. Sie trugen deutsche, tschechische, spanische, russische und syrische Gedichte vor und zeigten damit die Vielfalt der Nationalitäten auf, die an der Schule ihre neue Heimat gefunden haben.

Der Schulchor unter der Leitung von Lehrerin Waltraud Eichstetter sang von "Sepp, Depp, Hennadreck" und präsentierte die "Gickerl Polka", die tänzerisch von den Kindern der Klasse 1/2 untermalt wurde. Die Lacher auf ihrer Seite hatte die Klasse 1b. Sie präsentierten auf lustige Art die bayrische Version des englischen Kinderliedes "The Wheels on the Bus" und stellten mit Gesten dar, wie "dej Scheimwischa klapp, klapp macha". An den berühmten Sohn der Stadt erinnerte das Spottlied "Ich bin der Doktor Eisenbarth", das die Klasse 3b schauspielerisch darbot und wofür sie viel Applaus bekam. Im Gegensatz zu dem Spottlied zeigten die Schüler der Klasse 2b in einem Gedicht, welche Stationen der berühmte Arzt durchlaufen hat, bis er sein Privileg erhielt, um Kranke zu heilen.

Abschließend bedankte sich Rektorin Beate Vetterl bei den Schülern sowie beim Planungs- und Vorbereitungsteam mit Sabine Buczek, Waltraut Eichstetter, Sabine Lehner und Elfriede Weiß für "die hervorragende Veranstaltung", und meinte: "Ein Riesenkompliment, ihr habt gezeigt, dass ihr Heimat lebt und sie gestalten könnt."

Köstliche Symbole

Im Anschluss servierte der Elternbeirat unter der Leitung von Sonja Heller in der passend dekorierten Aula der Grundschule bayerische Spezialitäten wie Leberkäse, Weißwürste und Brezen sowie verschiedene Kuchen. Auch Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund steuerten köstliche Speisen bei.

Ihr habt gezeigt, dass ihr Heimat lebt und sie gestalten könnt.Rektorin Beate Vetterl


"Heimat ist bunt"In einer Ausstellung in der Aula wurde das Thema "Heimat" ebenfalls aufgegriffen. Bilder von "Gespenstern auf Burg "Haus Murach" gab es ebenso zu betrachten wie "Brezen mit Gesicht", gemalte Lebkuchenherzen mit Aufschrift oder Dirndl und Lederhosen. Gedichte über die Heimat und über Bayern wurden von den Schülern geschrieben und ausgestellt. Natürlich wurde die Geschichte von Doktor Eisenbarth, dem Namensgeber der Schule, dargestellt, wie sie im Unterricht der zweiten Klasse behandelt wurde. Unter dem Slogan "Heimat ist bunt - wir sind bunt" gestalteten die Kinder die Fahnen und Wappen von Oberviechtach, Bayern und auch von den Ländern, aus denen ausländische Mitschüler stammen. Da waren polnische, tschechische, spanische, rumänische und bayerische Fahnen in der Aula zu sehen. Mit der Veranstaltung haben sich die Schüler hervorragend präsentiert, und so manche Mama war überrascht, dass sich ihr Kind auf der Bühne so selbstsicher bewegt. (weu)
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