16.04.2018 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Offenes Meeting der Anonymen Alkoholiker mit Lebensberichten Halt in der Gemeinschaft finden

Unter dem Leitspruch "Du allein schaffst es, aber du schaffst es nicht allein" treffen sich die Anonymen Alkoholiker jeden Mittwoch im evangelischen Gemeindezentrum. Zu einem offenen Meeting hatten sie am Wochenende eingeladen und zahlreiche Freunde aus Regensburg, Weiden, Sulzbach, Amberg und Neumarkt nutzten die Gelegenheit, im Gemeindesaal einen Nachmittag zu verbringen. Gedankenaustausch, die Klärung von Problemen sowie die Gemeinschaft standen im Mittelpunkt.

Pfarrerin Ruth Schlinke und Pfarrer Norbert Schlinke begrüßten die Damen und Herren aus der ganzen Oberpfalz, die zum Treffen der Anonymen Alkoholiker in den Gemeindesaal der Auferstehungskirche gekommen waren.
von Udo WeißProfil

Eingangs erzählten zwei Frauen - eine Betroffene und eine Angehörige der Familiengruppe "Al-Anon" - ihre Geschichte. Dabei traten einmal die Beweggründe für exzessiven Alkoholkonsum zutage, zum anderen auch die Probleme, die es in der Familie gibt. Bei beiden Lebensgeschichten wurde deutlich, wie wichtig die Gruppe der Anonymen Alkoholiker ist, die Halt und Gemeinschaft gibt. Weitere Gäste schilderten ihr Leben mit und ohne Alkohol und wie sie mit Hilfe der AA-Gemeinschaft den Absprung von der zerstörenden Droge Alkohol geschafft haben. "Hier war ich daheim. Hier habe ich hingehört", war die Feststellung eines Gastes, "Ehrlichkeit ist die Grundlage unseres Programms", merkte er an, denn solange man sich selber etwas vormache, komme man vom Alkohol nicht weg.

Nach der Kaffeepause, in der die Teilnehmer selbstgebackene Kuchen genossen, kam das Pfarrerehepaar Ruth und Norbert Schlinke zu Besuch. Pfarrer Schlinke betonte das große Engagement, das nötig sei, um die Treffen zu organisieren. Er dankte den beiden Verantwortlichen und wünschte allen, dass sie durch die Gemeinschaft ein Stück weiter kommen. "Dafür stellen wir unsere Räume gerne zur Verfügung", sagte er. Ruth Schlinke bewunderte den tollen frühlingshaften Tischschmuck und ging auf die Baumscheiben, die mit Aufschriften wie "Nicht verzweifeln", "Hoffnung und Liebe finden" oder "Ich mag mich immer mehr" auf einem Tisch mit Kerzen aufgebaut waren. Sie wolle diese Idee mitnehmen in ihren Alltag als Pfarrerin. "Ich hoffe, dass Sie gestärkt und mit neuen Impulsen in Ihren Alltag zurückkehren", waren ihre Schlussworte.

Der Nachmittag zeigte sehr deutlich, wie wichtig die Selbsthilfegruppen der "Anonymen Alkoholiker" und der "Al-Anon-Familiengruppe" zur Betreuung der Familienangehörigen sind. "Ich bin verantwortlich! Wenn irgendjemand irgendwo Hilfe sucht, möchte ich, dass die hilfreiche Hand der Anonymen Alkoholiker erreichbar ist." Der Geist dieser Präambel wurde beim Meeting spürbar.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.