09.07.2017 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Senioren freuten sich über Musik von einst 101 Jahre und gut drauf

Einmal im Jahr lädt die Stadt ihre Senioren zu einem unterhaltsamen Nachmittag ein. Am Samstag bildete das Bürgerfest den Anlass für das Treffen. Freie Getränke, ein Essen und "Lieder von einst" sorgten für Stimmung. Die zwei ältesten Gäste freuten sich über ein Geschenk.

von Christof FröhlichProfil

(frd) Bürgermeister Heinz Weigl dankte den Senioren für ihre Lebensleistung und freute sich, dass so viele die Einladung der Stadt für einige gemeinsame Stunden angekommen haben. Unter den Ehrengästen waren Stadtpfarrer Alfons Kaufmann und Altbürgermeister und Ehrenbürger Wilfried Neuber. Der Seniorenbeauftragte der Stadt, Reinhold Malzer, richtete Dankesworte an Helfer, insbesondere an die TSV-Wanderabteilungm, die den Nachmittag als Auftakt des Bürgerfestes vorbereitet haben und die Gäste liebevoll betreuten.

Günter Pistor mit seinen Hobbymusikern erfreute mit der "Musik von einst" und traf dabei genau den Geschmack der Anwesenden, die sich nicht lange zum Mitsingen und Mitschunkeln bitten ließen. Die Musiker ließen hören, dass auch aus Böhmen gute Musik kommt, richteten einen Gruß an den "alten Jäger", tauschten den Euro gegen einen "Heller und einen Batzen" und spätestens bei der "Herz-Schmerz-Polka" freuten sich alle, in dieser schönen Runde dabei sein zu dürfen.

Einer der Höhepunkte ist jedes Mal die Ehrung der ältesten anwesenden Bürger. Dabei ist heuer sogar der "Hunderter" überschritten worden. Zunächst gratulieren Bürgermeister und Seniorenbeauftragter den beiden anwesenden Geburtstagsjubilaren Olga Roth (78) und Margarete Schieder (73). Der besondere Dank galt der ältesten Dame im Saal fürs Kommen: Siegrid Knittel, die es sich mit ihren 101 Jahren nicht nehmen lassen wollte, zur Ehrung nach vorne zu marschieren und das Geschenkpaket beim Bürgermeister abzuholen. Noch gut auf den Beinen ist auch der unverwüstliche Wilhelm Sarnes, der den Weg zum Hunderter sichtlich genießt und noch immer ein guter Gesellschafter ist.

Dann aber legten die Hobbymusiker wieder los, erinnerten an die "Gefangenen in Maurischer Wüste", bekundeten, dass jeder Tag eine neue Hoffnung bringt und rieten dazu, sich in keinem Fall vom "Weltverdruss" anstecken zu lassen. Die Geburtsjahrgänge 1944 und 1945 hatten den Seniorennachmittag in ihr Klassentreffen eingebunden, um damit möglichst viele Oberviechtacher treffen zu können.

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