27.03.2018 - 16:44 Uhr
Oberviechtach

Stadtkapelle Oberviechtach blickt auf 30 Jahre zurück Niveau steigt weiter an

Es wird wenig Vereine geben, welche bei ihrer Jahreshauptversammlung gleich eine Blaskapelle aufspielen lassen. Bei der Stadtkapelle Oberviechtach funktioniert so etwas schon seit Jahren. Dirigent Tobias Zeitler hat aber noch einen anderen Grund zum Strahlen.

NBMB-Kreisvorsitzender Joseph Ferstl (links) sowie Dirigent Tobias Zeitler (von rechts) und Bürgermeister Heinz Weigl nahmen die Ehrungen von 5 bis 25 Jahre aktiver Musikertätigkeit vor. Darüber freuten sich Stefan Pronold (ab Zweiter von links), Katrin Held, Christina Lottner, Johanna Berger und Veronika Roßmann. Bilder: bgl (2)
von Ludwig BergerProfil

"Die Stadtkapelle ist unser musikalischer Botschafter. Sie ist aus dem öffentlichen Leben in Oberviechtach nicht wegzudenken, da passt alles", lobte Bürgermeister Heinz Weigl in seinem Grußwort. Und der musikalische Leiter Tobias Zeitler spielte zusammen mit seinen Musikern den zahlreich anwesenden Mitgliedern einen flotten Marsch zur Begrüßung auf. Im Anschluss erklang, den Verstorbenen zur Ehre und zum Gedenken, "Ich hatt einen Kameraden".

266 Mitglieder

Der Vorsitzende des Vereins Stadtkapelle Oberviechtach, Stefan Pronold, begrüßte auch den Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) Joseph Ferstl und Ehrenmitglied Ludwig Berger. Pronold listete die Begebenheiten im Verein des letzten Jahres auf. Statistisch teilen sich die 266 Vereinsmitglieder auf in 56 Personen im Stammorchester, 16 Kinder in der musikalischen Früherziehung und 21 Kinder in Instrumentalausbildung. An Leistungsprüfungen (siehe Kasten) wurde sich beteiligt und Aktive nahmen am "Alte Freind Treffa 2018" des NBMB teil und auch an der Bläserwoche 2017. An Veranstaltungen und Spielleistungen listete Stephan Pronold unter anderen den Neujahrsempfang und den Rückkehrer-Appell der Soldaten aus Litauen auf, das THW-Vatertagsfest, Festzüge in Winklarn, Schönsee, Pullenried, Moosbach und Neunburg sowie den Sternmarsch in Wackersdorf. Dazu kamen die Umrahmung von etlichen kirchlichen Festen und zahlreiche vereinsinterne Geburtstagsständchen und ein Polterabend. Erwähnenswert sind auch die drei Probentage in der Mittelschule, als Vorläufer zum Neujahrskonzert 2018 in der Mehrzweckhalle mit über 550 Zuhörern sowie das gelungene erste Hoffest bei der Doktor-Eisenbarth-Schule.

Hocherfreut über die positive Entwicklung seines Klangkörpers zeigte sich Dirigent Tobias Zeitler. Seiner Ansicht nach befindet sich das Niveau der Stadtkapelle immerzu auf steigendem Kurs. Die weiter gestiegene Zahl der Besucher des Neujahrskonzerts sei seiner Meinung nach Beweis genug. Er dankte seinen Musikern und allen, die zu dieser positiven Entwicklung ihren Beitrag leisten. Jugendwartin Bianca Reil präsentierte ein zusätzliches Paket an Unternehmungen mit den Kindern und Jugendlichen innerhalb der Stadtkapelle. Unter anderem der Besuch der Sternwarte in Dieterskirchen, das Debüt der U18 auf dem Hoffest und das Doktor-Eisenbarth-Festspiel sowie das gemeinsame Zeltlager mit dem KF-Spielmannszug bei Pottenhof. Ein besonderes Highlight war die Zugfahrt nach München mit dem Besuch des Kinder- und Jugendmuseums sowie der Auftritt mit eigener Moderation der U18 beim Neujahrskonzert. Für 2018 ist geplant: Vorspielnachmittag am 5. Mai, Zeltlager, Verkaufsstand beim Festspiel-Markttreiben und vieles mehr. Bianca Reil freute sich darüber, dass Katharina Ruhland das Dirigat für die U18 übernommen hat.

Kreiskonzert im Oktober

Bürgermeister Heinz Weigl, der selber Mitglied der Stadtkapelle ist, erinnerte an die Gründerzeit und würdigte in seinem Grußwort das hohe Engagement der Musiker und die Bereitschaft zur Mitwirkung bei der Umrahmung von Festen und Veranstaltungen, wann immer auch die Bitte an sie herangetragen wird. Das Neujahrskonzert würdigte auch er als "absolute Spitzenklasse". Auch den Umzug der Stadtkapelle mit ihrem Hoffest in den Schulhof und die neuen Probenräume bezeichnete das Stadtoberhaupt als gut gelungen. Er würdigte die Arbeit der Vorstandschaft und der Ausbilder und der ganzen Kapelle wünschte er "Macht's weiterhin so tolle Musik!"

Auch Joseph Ferstl ergriff das Wort und erinnerte 30 Jahre zurück an die Gründerzeit der Stadtkapelle in der jetzigen Form - und wie sich der Klangkörper im Lauf der Zeit positiv entwickelte. Er gratulierte zur gut funktionierenden Jugendarbeit und bekundete: "Ich freu mich maßlos darüber. Ihr seids gut aufgstellt und der Nachwuchs geht nahtlos über." Ferstl überreichte Anstecknadeln und Urkunden für langjähriges Musizieren (siehe Kasten) und verwies gleichzeitig auf ein Wiedersehen am 20. Oktober beim Kreiskonzert in der Mehrzweckhalle in Oberviechtach.

Urkunden

Ehrungen

5 Jahre aktives Musizieren: Johanna Berger; 10 Jahre: Christina Lottner, Veronika Roßmann und Veronika Biegerl. 25 Jahre: Stefan Pronold, Katrin Held und Heike Hagl. 30 Jahre: Gottfried Berger, Tobias Zeitler, Johann Niebauer und Jürgen Hagl.

Leistungsprüfung

D1-Bronze: Kim Gilch, Julia Schüller, Lara Bindl, Theresa Schwingl. D2-Silber: Magdalena Hambeck, Lukas Bindl. D3-Gold: Katharina Ruhland. (bgl)

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