18.06.2017 - 17:20 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Stadtkapelle und Spielmannszug unter einem Dach: Neue Akustik im Test

"Alles passt": Mit dieser Feststellung umschrieb der zweite Vorsitzende der Stadtkapelle, Josef Dausch, die Stimmung bei den Musikern von Stadtkapelle und Kolping-Spielmannszug. Auslöser für so viel Zufriedenheit war ein gelungener Umzug.

Geräumig für Proben, aber doch etwas zu klein für ein Konzert erwiesen sich die neuen Räume der Stadtkapelle und des Kolping-Spielmannszugs in der ehemaligen Sonderschule. Bilder: bgl (2)
von Ludwig BergerProfil

Stadtkapelle und Kolping-Spielmannszug haben nämlich ein neues Domizil in der Doktor-Eisenbarth-Schule. Das traditionelle Hoffest der Stadtkapelle bildete nun den idealen Rahmen für die Einweihung. Und die Akustik in den neuen Räumen konnte dabei auch gleich getestet werden.

Es passte am Donnerstag wirklich alles. Nach der Fronleichnamsprozession gab es einen Ansturm von Besuchern auf das Hoffest. Das neue Zuhause beider Klangkörper konnte besichtigt werden, und als Draufgabe herrschte Sonnenschein den ganzen Tag. Als die Musiker der Stadtkapelle unter der Leitung von Tobias Zeitler zum Schulgelände marschierten, schlossen sich ihnen spontan viele Vereine und Freunde der Blasmusik an. Trotz des kürzlich erst vollzogenem Umzugs waren im Nu alle für den Frühschoppen vorbereiteten Sitzgelegenheiten besetzt, das Bedienungspersonal verzeichnete Hochbetrieb, die Weißwürste fanden reißenden Absatz. Wie sollte es anders sein, übernahm die Stadtkapelle doch auch selber den musikalischen Part beim Hoffest. Sie begeisterte mit böhmischen Klängen und den dazugehörigen Gesangsstücken die Besucher. Nicht minder zufrieden waren die Veranstalter auch am Nachmittag, wobei neben der Blasmusik auch Kaffee und Spezialitäten aus der Kuchentheke gefragt waren.

Was gibt es Schöneres?

Höhepunkt war die Segnung der neuen Proberäume für die Stadtkapelle und den Kolping-Spielmannszug. Der zweite Vorsitzende der Stadtkapelle, Josef Dausch, empfing die Gäste und bedankte sich beim Bürgermeister für die neuen Unterkünfte.

"Was gibt es Schöneres, als wenn Menschen miteinander Musik machen und diese miteinander lernen", sagte der Stadtpfarrer Alfons Kaufmannn. Musik mache aber auch denen Freude, die sie anhören dürfen, stellte er fest, als er den neuen Räumen den kirchlichen Segen gab.

Nicht schwer gefallen

"Ich denke, es war eine gute Entscheidung, die der Stadtrat getroffen hat, als er die beiden Klangkörper, die miteinander Musik und Konzerte machen, unter ein Dach brachte", betonte Bürgermeister Heinz Weigl. Diese Entscheidung sei den Räten nicht schwer gefallen, weil sich die beiden Klangkörper gut verstehen und sich gegenseitig ergänzen. Auch die Nähe zur Doktor-Eisenbarth-Schule dürfte da unter positiven Vorzeichen zu sehen sein. Das Stadtoberhaupt gratulierte dazu allen, die sich für die Musik engagieren.

Die Kinder der "U18-Gruppe" der Stadtkapelle umrahmten die Feierstunde im neuen Probenraum. Mit modernen Klängen hatten sie sich auch beim Hoffest präsentiert. Während sich die erwachsenen Musiker beim Mittagessen stärkten, übernahmen die Jungmusiker die Bühne. Sie spielten unter der Leitung von Katharina Ruhland, die den Musikernachwuchs gemeinsam mit Jugendwart Bianka Reil vorbereitet hatte, Stücke aus dem Musical "Grease", sowie "You raise me up" und "Soul Bossa Nova".

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