28.01.2018 - 15:56 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Über Generationen hinweg

Obwohl bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Oberviechtach Neuwahlen anstehen, kann Vorsitzender Josef Hauer ein "volles Haus" begrüßen. Der bisherige Vorsitzende tritt nach 27 Jahren im Amt nicht mehr an, von einem Generationswechsel ist trotzdem nicht die Rede.

Die KSK Oberviechtach wird künftig von Christian Schießl (vorne Bildmitte) geführt. Seine Stellvertreter sind Josef Hauer (links neben ihm) und Jürgen Wölfl (rechts daneben). Die Führungsspitze wird von "Altgedienten" unterstützt. Bild: frd
von Christof FröhlichProfil

Was die KSK Oberviechtach am Freitagabend bei ihrer Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Vereinslokal Grundler nicht zuletzt dank einer guten Vorbereitung praktizierte, könnte für viele andere Vereine beispielgebend sein

Der neue erste Vorsitzende, Christian Schießl und der dritte Vorsitzende, Jürgen Wölfl, sind zwei junge Mitglieder des Vereins, der bisherige Vorsitzende Josef Hauer ließ sich zum ersten Stellvertreter wählen und die weitere Vorstandschaft wird durch "Altgediente" vervollständigt. Daher kann eher von einem "Generationen-Miteinander" gesprochen werden.

154 Mitglieder

Guter Dinge, angesichts der hohen Mitgliederzahl bei der Jahreshauptversammlung, eröffnete Vorsitzender Josef Hauer die Versammlung Er freute sich, dass er neben Bürgermeister Heinz Weigl, Altbürgermeister und Ehrenbürger Wilfried Neuber und einigen Vereinsvorständen mit dem stellvertretenden Bataillonskommandeur Oberstleutnant Lars Obst und dem "Spieß" der Patenkompanie, Stabsfeldwebel Lars Piller, auch Vertreter der Bundeswehr begrüßen konnte. Das ehrende Gedenken an die verstorbenen Mitglieder galt besonders Edmund Hösl, Andreas Kühner und Albert Frauendorfer.

Nach einigen Neuzugängen im vergangenen Vereinsjahr bezifferte Hauer den aktuellen Mitgliederstand mit 154 Mitgliedern, von denen drei Kriegsteilnehmer, 115 Reservisten, 29 Fördermitglieder und sieben Mitglieder sind, die beim THW oder der Polizei Dienst verrichten. Vorstandsmitglied Gustl Ring oblag es, einigen Kameraden zu besonderen Geburtstagen zu gratulieren, auch bei der Kriegsgräbersammlung konnte nicht zuletzt auch durch die Unterstützung der Soldaten, wieder ein Spitzenergebnis erzielt werden.

In vier Vorstandssitzungen sind die Geschicke des Vereins bestimmt und alle Veranstaltungen, viele davon in Verbindung mit den Soldaten der Bundeswehr, vorbereite worden. Dass die KSK Oberviechtach auch eine sehr sportliche Kameradschaft ist, konnte mit der Tatsache belegt werden, dass im Vorjahr 68 Teilnehmer im Alter zwischen sechs und 78 Jahren das Sportabzeichen erfolgreich abgelegt haben. Da die KSK Oberviechtach im Landkreis zum dritten Mal in einem Verein, der kein Sportverein, ist die meisten Sportabzeichenabsolventen gestellt hat, ist auch der Wanderpokal in den Besitz der KSK gegangen.

Beim Landkreislauf im Mai waren die KSK-Teilnehmer mit den Plätzen vier, sieben, zehn und 15 unter 50 Mannschaften sehr erfolgreich, bei den Stadtmeisterschaften im Stockschießen ist ein guter vierter Platz erzielt worden. Damit so Hauer "pflegt unsere Kameradschaft nicht nur Tradition und Heimatverbundenheit, sondern ist auch eine sehr sportliche Kameradschaft".

Für Frieden und Freiheit

Hauer listete alle Veranstaltungen auf, die von KSK-Abordnungen besucht worden sind, wobei ihm ein besonderes Anliegen immer wieder der von der KSK organisierte "Volkstrauertag" ist, der im Gedenken an die gefallenen und verstorbenen Kameraden viel mehr Teilnehmer von ziviler aber auch von der Vereinsseite her verdient hätte. Dabei erinnerte der Vorsitzende an die Aufgabenstellung der Kameradschaft, die sich das Eintreten für Frieden und Freiheit, Pflege der Tradition und gegenseitiger Achtung und die Wahrnehmung soldatischer Traditionen auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Gutes miteinander

Nachdem Hauer einigen Kameraden für besondere Leistungen gedankt hatte, rückte er einmal mehr die "Farbtupfer des Vereins", die Damen in den Vordergrund, von denen einige an diesem Abend (weiterer Bericht) schon für Mitarbeit im und Treue zum Verein geehrt werden konnten. Hauers besonderer Dank galt den Soldaten der Bundeswehr mit Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber an der Spitze, mit denen die Kameradschaft auch künftig ein gutes Miteinander verbinden soll.

Nach der Entlastung der gesamten Vorstandschaft war auch der Weg für Neuwahlen frei, die unter der Wahlleitung von Bürgermeister Heinz Weigl dank guter Vorbereitung problemlos über die Bühne gingen (siehe Info-Kasten).

Mit Christian Schießl steht nun ein junger Kamerad an der Spitze der KSK, der von seinen Stellvertretern Josef Hauer und Jürgen Wölfl, wie auch der übrigen Vorstandschaft tatkräftig unterstützt werden wird. Über die Ehrungen und Grußworte folgt ein weiterer Bericht.

Neuwahlen

Christian Schießl (Vorsitzender), Josef Hauer (1. stellvertretender Vorsitzender), Jürgen Wölfl (2. stellvertretender Vorsitzender), Rolanda Biersl (Schriftführerin), Lambert Biersl (Kassier); Johann Most, Josef Böhm, Manfred Schwander, Herbert Bauer, Herrmann Völkl, André Naumann, Martin Buczek, Gustl Ring, Rudolf Lohwasser (alle Beisitzer); Fahnenträger sind Manfred Welnhofer, Georg Breitschafter und Viktor Gitter. Schießwart ist Johann Heinrich. Die Kasse wird von Hans Albang und Josef Bauer geprüft. (frd)

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