20.10.2017 - 15:26 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Verbreiterte Kreisstraße zwischen Mitterlangau und Oberlangau ist fertig Gut ausgebaut in den Winter

Bürgermeister Heinz Weigl hatte die neue Fahrbahn zwischen Mitterlangau und Oberlangau schon vor der technischen Abnahme getestet. "Schön ausgebaut" sei sie jetzt, lobte er. Altlasten, die dabei zutage traten, hatte der Landkreis zu schultern.

Der 1,3 Millionen Euro teure Ausbau der Kreisstraße zwischen Mitterlangau und Oberlangau ist abgeschlossen. Zur technischen Abnahme kamen auch Landrat Thomas Ebeling (Zweiter von rechts), sein Stellvertreter Arnold Kimmerl (rechts) und Bürgermeister Heinz Weigl (Mitte) vorbei. Bild: Bugl
von Monika Bugl Kontakt Profil

-Mitterlangau. Auf 1,3 Millionen Euro bezifferte am Donnerstag Landrat Thomas Ebeling den Ausbau der rund 1,6 Kilometer langen Kreisstraße SAD 45 von Mitterlangau nach Oberlangau, darunter 300 Meter Ortsstraße.

Gemeinsam mit Mitarbeitern des Landratsamts, Vertretern der Stadt Oberviechtach und der beteiligten Firmen war Ebeling vor Ort, um sich von der Qualität der Arbeit zu überzeugen. Im August 2016 habe man mit der Maßnahme begonnen, informierte der Landrat, und dabei auch die Straße "auf die aktuelle Breite von sechs Metern gebracht". Im September wurde die Fahrbahn fertiggestellt. "Sehr gut im Zeitplan und auch im Rahmen der Kostenschätzung", wie Ebeling bei dieser Gelegenheit betonte.

Belastete Böden

Dabei gab es beim Ausbau der Strecke von 4,80 auf 6 Meter auch einige Altlasten zu bewältigen, berichtete Manfred Sattler, Technischer Mitarbeiter am Landratsamt. Es galt, insgesamt 2500 Kubikmeter belastete Böden zu entsorgen. Relativ kostenaufwendig war die Beseitigung von 1500 Kubikmeter teerhaltiger Fahrbahnbeläge. Weil der Boden nicht tragfähig war, musste außerdem der Unterbau auf bis zu 1,50 Meter unter Straßenniveau ausgekoffert werden. Für den laut Sattler "zeitgemäßen Ausbau" auf sechs Meter musste auch jede Menge Material bewegt werden, insgesamt waren es 10 000 Kubikmeter. "Das ist so viel wie 500 große Lastwagen fassen können", verdeutlichte der Fachmann an einem Beispiel. 5000 Kubikmeter Frostschutzmaterial wurden eingebaut, Asphalt- und Deckschichten machten 10 000 Kubikmeter aus. Im Zuge des Ausbaus wurden Entwässerungsleitungen verlegt. Auch Telefon- und 20-Kilo-Volt-Stromleitungen kamen unter der Erde.

Nicht zuletzt wurden Vorbereitungen für eine flotte Internet-Verbindung getroffen: Die Leerrohre für Glasfaser sind verlegt. "Das entspricht ja auch dem Wunsch der Regierung und wird durch Zuschüsse gefördert", informierte Sattler. "Wir haben hier relativ viel Verkehr, da braucht es schon eine ordentliche Breite", gab Bürgermeister Weigl zu bedenken und dankte für die Mittel-Bereitstellung durch den Landkreis. Außerdem müsse man hier im Winter mit Schneeverwehungen rechnen, die Fahrbahn sei dann ohnehin enger. "Deshalb ist es auch wichtig, dass die Straße noch vor dem Winter fertig geworden ist."

Erster Großauftrag

Dass die Bevölkerung dafür allerdings auch viel Lärm, Dreck und Sperrungen in Kauf nehmen musste, daran hatte zuvor bereits Manfred Sattler erinnert. Mit der Ausführung sei er aber sehr zufrieden, die reibungslose Zusammenarbeit lobenswert. Über diese Wertschätzung freute sich auch Robert Niesner von der ausführenden Baufirma Rappl. Für die 2016 neu gegründete Firma sei das der erste Großauftrag gewesen, "und wir haben bewiesen, dass wir etwas können".

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.