Versäumnisse mit Folgen

Der BBV-Ortsvorstand von Pullenried setzt sich zusammen aus (von links) Anton Albrecht, Michael Ostermeier, Hans Irlbacher, Hubert Dobmeier und Andreas Hechtl, hier mit BBV-Steuerberaterin Katrin Kreckl-Kerckhoff an der Seite. Rechts das Gremium für Wildeppenried mit Stefan Hammerer, Josef Bauer und Heribert Ruhland. Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
13.12.2016
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Die Zahl der Bauernhöfe schrumpft. Da wird es nicht einfacher, Ortsobmänner zu finden. Mancher übt das Amt schon fast ein halbes Jahrhundert aus.

-Pullenried. Zunächst stand bei der Versammlung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Kreisverband Schwandorf, im Gasthaus Dobmeier in Pullenried das Steuerrecht auf dem Programm. BBV-Kreisverbandsmitglied Robert Ferstl aus Niesaß stellte BBV-Steuerberaterin Katrin Kreckl-Kerckhoff als Expertin vor. Sie verwies auf veränderte Bedingungen bei Einkommens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie Umsatzsteuer. Landwirte würden sich oft gar nicht oder erst, wenn es schon zu spät ist, mit dem Steuerrecht befassen, bedauerte sie. Dabei gehe es um ihren Besitz.

BBV berät

"Meist sind sie dann entsetzt, wenn ihnen oder den Erben Versäumnisse aus Unwissenheit sehr teuer zu stehen kommen", gab Kreckl-Kerckhoff zu bedenken und riet zur Vorbeugung: Der Weg zur BBV-Steuerberaterin stehe allen offen. Schon in jungen Jahren, so die Referentin, sollten sich Landwirte im Interesse ihrer Familien um ein Testament oder eine Patientenverfügung kümmern. Es sei wichtig, wer sich im "Fall der Fälle", und das könne auch junge Familien betreffen, um die Regelung finanzieller Belange kümmert.

Gerade im kommenden Jahr treten laut Kreckl-Kerkhoff wieder einige Veränderung im Steuerrecht in Kraft, deren Kenntnis gerade bei Vererbung oder Verpachtung helfen könne, viel Geld zu sparen. Das betreffe auch die finanziellen Angelegenheiten der Jagdgenossenschaften oder den Jagdpachtschilling.

Neue Strukturen

Dann aber standen unter der Wahlleitung von Robert Ferstl die Wahlen der Ortsobmänner, ihrer Stellvertreter und der Beisitzer auf der Tagesordnung. Für so manchen Ortsverband ist das angesichts eines anstehenden Generationswechsels keine einfache Sache.

In einer längeren Aussprache war man sich einig, noch vor den Wahlen in fünf Jahren einige Strukturveränderungen herbeizuführen und möglicherweise einige Ortsverbände zusammenzufassen, die dann von einem Obmann-Gremium vertreten werden. Doch diesmal lief alles noch einmal gut, denn für Pullenried, Wildeppenried, Pirkhof und Langau konnten Ortsobmänner, ihre Stellvertreter und Beisitzer gefunden werden. Nach 40 Jahren als Ortsobmann wollte Josef Bauer (Wildeppenried) nicht mehr antreten, Anton Albrecht (Pullenried) macht mit den nächsten fünf Jahren als Ortsobmann das halbe Jahrhundert im Amt noch voll.

NeuwahlenFür Pullenried ist Anton Albrecht Ortsobmann, Hans Irlbacher sein Stellvertreter; Beisitzer: Andreas Hechtl, Michael Ostermeier und Hubert Dobmeier. In Wildeppenried ist Stefan Hammerer Obmann, Josef Bauer Stellvertreter und Heribert Ruhland Beisitzer. Pirkhof wird vertreten von Andreas Ruhland (Obmann), Margit Ostermeier (Stellvertreterin) und Rudolf Maier (Beisitzer). Zuständig für Langau sind Andreas Reisinger (Obmann) und Hans Zimmermann (Stellvertreter). (frd)
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