18.01.2018 - 17:52 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Viele Gäste beim Neujahrsempfang Garnison erwartet den "Puma"

Beim Neujahrsempfang der Stadt und des Panzergrenadierbataillons 122 dürfen Bürgermeister und Kommandeur viele Hände schütteln. Danach blickt Oberstleutnant Christoph Huber auf die bisher größte Herausforderung des Bataillons zurück. Aber auch 2018 wartet eine spannende Aufgabe.

Trotz widriger Witterungsverhältnisse kamen am Mittwochabend viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Bundeswehrangehörige zum Neujahrsempfang ins Emil-Kemmer-Haus nach Oberviechtach. Bilder: frd (3)
von Christof FröhlichProfil

Per Handschlag begrüßten Bürgermeister Heinz Weigl mit Gattin Agnes sowie Oberstleutnant Christoph Huber die zahlreichen Gäste zum Neujahrsempfang im Emil-Kemmer-Haus (Soldatenfreizeitheim). Eine Abordnung der Doktor-Eisenbarth-Festspieltruppe überreichte eine Kostprobe vom Eisenbart-Elixier. Nach dem musikalischen Empfang durch die Stadtkapelle sprach der berühmteste Sohn der Stadt, Doktor Johann Andreas Eisenbarth (Klaus Habl), einen Willkommensgruß. Die namentliche Begrüßung vieler Ehrengäste übernahm Bürgermeister Heinz Weigl, der auch namens des Bataillonskommandeurs, Oberstleutnant Christoph Huber, seiner Freude darüber Ausdruck gab, dass sich trotz äußerst widriger Witterung so viele Persönlichkeiten auf den Weg nach Oberviechtach gemacht haben. Dies zeige einmal mehr die Verbundenheit mit der Eisenbarthstadt und den Soldaten. Neben der Geistlichkeit, vertreten durch Militärpfarrer Pater Alexander Prosche, Dekan Alfons Kaufmann und dem Pfarrerehepaar Ruth und Norbert Schlinke freute sich Weigl über das Kommen von MdL Joachim Hanisch und Landrat Thomas Ebeling und dem stellvertretenden Kommandeur der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz", Oberst Klaus-Peter Berger. Weit angereist war der Bürgermeister der Partnergemeinde Raschau-Markersbach, Frank Tröger. Ein Gruß galt den Ehrenbürgern, den Behördenvorstehern und Vertretern von Verbänden und Vereinen. Weigl bat die Anwesenden, in ihrem Engagement für Stadt und Bataillon nicht nachzulassen und hob das Glas auf eine gute Zukunft der Garnisonsstadt.

Litauen wirkt nach

Bataillonskommandeur Christoph Huber ließ im mit Bildern unterlegten Rückblick noch einmal das Jahr 2017 Revue passieren. Dieses war für die Oberviechtacher Panzergrenadiere von einem der größten Aufträge in der 60-jährigen Geschichte der Grenzlandkaserne geprägt. So bildete das Bataillon den Kern sowie die Führung eines multinationalen Gefechtsverbandes der Nato-Operation in Litauen. Dieser Auftrag hat das Panzergrenadierbataillon 122 mehr als ein Jahr gebunden. Von den im Schnitt rund 450 deutschen Soldaten der mehr als 1000-köpfigen "Battlegroup" hat das Bataillon die überwiegende Mehrheit mit mehr als 300 Soldaten gestellt. Dabei galt es für die Oberviechtacher Grenadiere, verstärkt aus dem gesamten Bereich der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz", parallel die notwendige Infrastruktur aufzubauen und die Integration in die litauischen Streitkräfte zu vollziehen.

"Mit der Erfüllung dieses Auftrages ist der ohnehin gute Name Oberviechtachs auch durch die damit verbundenen vielen VIP-Besuche, weit über die Grenzen unserer Region hinaus positiv verstärkt worden", betonte Huber. Zusammenfassend gab er die Feststellung seiner Vorgesetzten wider: "Das Panzergrenadierbataillon 122 hat in diesem fordernden Auftrag seine Aufgabe hervorragend erfüllt". Oberstleutnant Huber sprach aber auch allen anderen Soldaten des Bataillons, die 2017 beispielsweise im Kosovo, im Stab des Deutschen Einsatzkontingentes oder auch in der Heimat, hervorragende Arbeit geleistet, seinen Dank aus. Wie er weiter ausführte, sind durch das "Team Heimat" bereits die Weichen für 2018 erfolgreich gestellt worden. Die Ausbildung auf dem "hervorragenden Waffensystem Puma" hat laut Huber begonnen. Seit dem 2. Januar befinden sich die Soldaten der 3. Kompanie und Teile der 2. Kompanie am Ausbildungszentrum Panzertruppen im niedersächsischen Munster in der Umschulung auf den Schützenpanzer. Im März werden dann die 4. Kompanie und die restlichen Soldaten der 2. Kompanie folgen.

Aus für "Marder"

Nach derzeitiger Planung werden Ende April/Anfang Mai die ersten Puma nach Oberviechtach verlegen. "Wir werden diesen besten und modernsten Schützenpanzer der Welt gebührend begrüßen", bekräftigte der Kommandeur. Damit verbunden komme auch das Ende des "Marders" in Oberviechtach. Sichtbarer Wechsel wird der letzte Schuss Ende Juni in Grafenwöhr sein. Die erfolgreiche Einführung des Schützenpanzers Pumas ist im Jahr 2018 die wesentliche Leistung für das Bataillon, so Huber, der beim Empfang noch Ehrungen vornahm (Bericht folgt).

Wir werden diesen besten und modernsten Schützenpanzer der Welt gebührend begrüßen.Oberstleutnant Christoph Huber, Bataillonskommandeur

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