20.11.2017 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Volkstrauertag in Oberviechtach Mahner für den Frieden

72 Jahre lang dürfen die Menschen in Deutschland in Frieden leben. Diesen Frieden zu erhalten, daran kann gar nicht zu oft gemahnt werden. Die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag begannen am späten Sonntagnachmittag mit einem Kirchenzug zur Stadtpfarrkirche. Dort wurde im Gebet all derer gedacht, die Kriege, Hass, Neid, Hunger und Terror viel Leid ertragen mussten und immer noch müssen.

von Christof FröhlichProfil

Nach dem Trauermarsch unter den Klängen der Stadtkapelle und des Kolping-Spielmannszuges, hielt Bürgermeister Heinz Weigl nach einem Choral am Ehrenmal seine Ansprache zum Volkstrauertag. Er erinnerte an die Toten der beiden Weltkriege und die Opfer von Nationalsozialismus, sowie an Unfrieden in der Welt. Sein Dank galt allen, die an der Gedenkfeier teilnahmen, um der vielen Frauen, Männer und Kinder zu gedenken, die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt geworden sind.

Auch aktuell, so Weigl weiter, stehe Europa und Deutschland im Focus von Terroranschlägen. Die Diskussion um innere Sicherheit und Terrorabwehr beschäftige trotz aller Sicherheitsmaßnahmen die deutsche Politik, da eine vollständige Abwehr von Anschlägen nicht möglich sei. "Auch in der Stunde der Trauerfeier kämpfen Menschen um ihr Leben oder sind in ihrer Freiheit bedroht", betonte Weigl, "denn Vertreibung, Krieg, Gewalt und Terror gehören an vielen Ort dieser Welt noch immer nicht der Vergangenheit an." Zehntausende von Flüchtlingen machten sich auf einen Weg in eine bessere Zukunft, fast 3000 Migranten seien seit Jahresbeginn bei ihren Fluchtversuchen ertrunken. Dank sagte Weigl allen Soldaten der Bundeswehr, insbesondere auch "unseren Soldaten" des Standorts Oberviechtach, die sich in Auslandseinsätzen und Missionen mit Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber an der Spitze, für den Frieden in der Welt einsetzen.

Der besondere Dank des Bürgermeisters galt auch allen Kriegsgräbersammlern, Reservisten und Traditionsverbänden. Doch auch alle anderen Bürger seien aufgefordert, etwas für den Frieden zu tun, wozu die Feier des Volkstrauertages ein äußeres Zeichen sei.

Zwei Jugendliche und die beiden Geistlichen, Pfarrer Alfons Kaufmann und Pfarrer Norbert Schlinke, traten als Mahner ans Rednerpult. Sie zeigten sich dankbar für 72 Jahre Frieden in unserem Land und gedachten aller, die durch Krieg, Terror und Gewalt ums Leben gekommen sind. Im Gebet baten sie Gott um Trost für all die Hinterbliebenen. Mit den Kranzniederlegungen, dem Lied vom "Guten Kameraden" und den Hymnen schloss die eindrucksvolle Feier.

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