Was kommt nach der vierten Klasse?
Intelligenz ist nicht alles

Beratungslehrerin Christa Wilhelm (links) gab wertvolle Ratschläge für den Übertritt. Infos zu weiterführenden Schulen hatten (ab Zweiter von links) Werner Winderl (Mittelschule Oberviechtach), Ludwig Pfeiffer (Ortenburg-Gymnasium) sowie für die Realschulen Sabine Kemptner (Neunburg) und Peter Kiener (Waldmünchen) parat. Grundschulrektorin Beate Vetterl (rechts) freute sich über das Interesse der Eltern. Bild: weu
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Oberviechtach
17.11.2017
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Jeder Abschluss hat einen Anschluss: Nach der 4. Klasse sind die Möglichkeiten des bayerischen Schulsystems breit gestreut. Damit sich Eltern und Kinder im Bildungs-Dschungel zurechtfinden, helfen Beratungslehrer weiter. Für den Besuch einer weiterführenden Schule ist nicht nur die Intelligenz ausschlaggebend.

Grundschulrektorin Beate Vetterl begrüßte in der voll besetzten Mensa der Doktor-Eisenbarth-Schule die Eltern der Viertklässler aus Oberviechtach und den umliegenden Grundschulen Teunz, Niedermurach, Schönsee und Winklarn. Das Thema des Elternabends lautete: "Die Möglichkeiten des bayerischen Schulsystems nach der 4. Klasse." Als Vertreter der weiterführenden Schulen waren Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer (Ortenburg-Gymnasium) und Rektor Werner Winderl (Mittelschule Oberviechtach) anwesend, sowie die Beratungslehrkräfte der Realschulen, Studienrätin Sabine Kemptner (Neunburg vorm Wald) und Studienrat Peter Kiener (Waldmünchen).

Gut überlegen

"Jedes Kind sollte seinen individuellen Weg gehen", hob die Rektorin hervor, die bildungs- und begabungsgerechte Weiterentwicklung des Bildungsplans und die Vielfalt und Durchlässigkeit des Schulsystems in Bayern bieten dazu die Möglichkeiten. Die Referentin des Abends, Beratungslehrerin Christa Wilhelm von der Mittelschule Pfreimd, stellte zunächst Bayerns Schulsystem im Überblick dar und erläuterte die Regelungen, nach denen ein Kind an die Realschule oder an das Gymnasium übertreten kann. "Jeder Abschluss hat einen Anschluss", hob sie hervor. Zur Wahl der geeigneten Schulart gehören mehrere Überlegungen, wie "Was kann unser Kind leisten?" und "Wie soll unser Kind ans Ziel kommen?"

Die Beantwortung dieser Fragen hänge auch von der familiären Situation, der Begabung, den Hilfsangeboten und der seelischen Ausstattung ab. Entscheidend sei auch die Überlegung, wie das Kind Anforderungen bewältigt und wie es mit Misserfolgen umgeht.

"Umweg" oft besser

Neben der Intelligenz sei also auch das Selbstbewusstsein entscheidend für die Wahl der geeigneten Schule. Dabei sei oftmals ein "Umweg" über mehrere Schularten für Kind und Eltern besser als der gerade Weg. Mit 13 Schularten sei die Vielfalt des bayrischen Schulsystems geeignet, jedem Kind entsprechend seiner individuellen Leistungsfähigkeit den geeigneten Weg zu ermöglichen. Die Referentin ging auf Schwerpunkte, Anforderungen und Ziele der verschiedenen Schularten von Mittelschule über Realschule und Wirtschaftsschule bis zu Gymnasium, Fachoberschule und Berufsoberschule ein und betonte: "Eltern sollten von den vielseitigen Beratungsangeboten durch Grundschullehrkräfte, Schulpsychologen und Beratungslehrer Gebrauch machen." Ebenso empfahl sie den Blick ins Internet. Rektorin Vetterl bedankte sich bei der Referentin für die Ausführungen. Die Vertreter der weiterführenden Schulen standen nach kurzen Grußworten für Fragen der Eltern zur Verfügung.

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Weitere Informationen:

www.schulberatung.bayern.de; www.meinbildungsweg.de
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