"Oberviechtacher Tafel" ist auf Spenden angewiesen - MdB Marianne Schieder zu Gast
Stärkere Unterstützung durch Kommunen

Die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder (Mitte) besuchte die Räume der "Oberviechtacher Tafel" und half einen Vormittag mit. Dr. Keller stellte ihr die Arbeit in der Ausgabestelle vor. Bild: weu
Wirtschaft
Oberviechtach
11.12.2016
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Prominenten Besuch bekam die "Oberviechtacher Tafel", als die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder in der Ausgabestelle in der Nabburger Straße zu Gast war, um sich über die aktuelle Situation zu informieren und einen Vormittag lang bei der Ausgabe mitzuhelfen. Seit etwa zehn Jahren bitten die Wohlfahrtsverbände Abgeordnete aus Land und Bund zur Aktion "Rollentausch".

Abgeordnete sollten hin und wieder bei Hilfsorganisationen und sozialen Einrichtungen in andere Rollen schlüpfen, um mehr über die Problematik und die Schwierigkeiten dieser Einrichtungen zu erfahren. Marianne Schieder entschied sich dieses Jahr für die Tafel und wollte damit auch Werbung für diese wichtige Einrichtung machen. Eingangs erzählte der Vorsitzende Dr. Friedrich Keller der Abgeordneten einiges über die aktuelle Lage. "Als Selbstversorger müssen wir für alle Unkosten wie Miete, Strom und Lieferwagen aufkommen und sind so auf Spenden und Vereinsbeiträge angewiesen", erklärte er. Wünschenswert wäre natürlich eine stärkere Unterstützung durch die Kommunen, verhehlte Dr. Keller nicht. Obwohl der Verein sich gut entwickelt hat und mit derzeit 157 zahlenden Mitgliedern gut dasteht, decken die eingehenden Beiträge und die wöchentlichen Erlöse bei der Lebensmittelausgabe nicht die laufenden Kosten. Es besteht eine Unterdeckung von rund 3 000 Euro im Jahr. 45 aktive Helfer sind ehrenamtlich tätig. Derzeit sind 165 Bedarfsgemeinschaften bei der Tafel gemeldet, von denen sich 80 in Neunburg und Oberviechtach regelmäßig Lebensmittel abholen. Marianne Schieder half bei der Ausgabe und gab auch die "Tüten für die Tafel" der Rewe-Aktion aus, von denen allein die Firma Tremcko-Illbruck 100 Tüten gespendet hatte. Dr. Keller, der sich seit Gründung der Tafel unermüdlich für die Hilfe Bedürftiger einsetzt, dankte Schieder für ihre Mithilfe. Die Abgeordnete würdigte die Leistung der Ehrenamtlichen und war voll des Lobes über die "super funktionierende Einrichtung".
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