13.03.2018 - 19:34 Uhr
Parkstein

Jugendblaskapelle Parkstein will künftig für Auftritte Beitrag verlangen Musik nicht mehr zum Nulltarif

Die Jugendblaskapelle setzt auf Harmonie. Das zeigt die Jahreshauptversammlung. Einen kleinen Wermutstropfen schüttet Dirigent Alfons Steiner aus: Die Kapelle werde künftig bei ihren Auftritten in Parkstein einen Obolus verlangen.

Vorsitzende Gisela Weß, Ferdinand Münch, stellvertretender Bezirksvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes (von links), Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und Dirigent Alfons Steiner (von rechts) ehren langjährige Vereinsmitglieder und aktive Musiker. Bild: bey
von Walter BeyerleinProfil

Vorsitzende Gisela Weß erinnerte im "Parksteiner Hof" an ein abwechslungsreiches Jahr. Ein großer Erfolg sei die erste Serenade im Rosengarten gewesen. Mit dem Angebot für die Jugend komme auch die sinnvolle Freizeitgestaltung nicht zu kurz. Damit werde auch der Zusammenhalt gefördert.

Dirigent Alfons Steiner bedauerte, dass zurzeit nur 51 Kinder in Ausbildung sind. 2011 waren es noch 127 Kinder, 2014 immerhin 77. Für Auftritte hat die Kapelle eine neue Verstärkeranlage angeschafft.

Laut Steiner hat der Vorstand beschlossen, auch für Kirchen- und Festumzüge eine Entschädigung zu verlangen. Es sei für Parksteiner Vereine selbstverständlich gewesen, dass die Jugendblaskapelle unentgeltlich auftrete. An auswärtige Musiker müsse seitens der Kapelle aber wenigstens das Benzingeld bezahlt werden, sagte der Dirigent.

Künftig wird die Jugendblaskapelle je nach Veranstaltung einen Ausgleich verlangen. Ausnahmen seien nicht ausgeschlossen. "Einen Glücksfall" nannte der Dirigent die Möglichkeit, im Festsaal oder Steinstadel proben zu können, weil die Räume der Grundschule durch die Mittagsbetreuung besetzt seien. Zufrieden ist Steiner mit dem Probenbesuch. Ausgehend von 45 Musikern sind im Schnitt 59 Prozent anwesend. Der Tiefstand vergangener Jahre sei damit überwunden. Insgesamt trat die Jugendblaskapelle im vergangenen Jahr 30 Mal auf. Zu Proben hat sie sich über 50 Mal getroffen. Mit der Einweihung der Außenanlagen am Landrichterschloss am 6. Mai, am Nordgautag in Wiesau, der Serenade in Parkstein am 20. Juli und dem Herbstkonzert stehen die wichtigsten Termine für dieses Jahr fest.

Kassier Andreas Trescher informierte über die finanzielle Lage der Jugendblaskapelle. Das Minus in der Bilanz sei dem Kauf der Lautsprecheranlage geschuldet. Dem Verein gehören derzeit 716 Mitglieder an, im Vorjahr waren es noch 739.

Vorsitzende Weß, Stellvertreterin Monika Wismann, Dirigent Steiner, Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und Ferdinand Münch, stellvertretender Bezirksvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes, ehrten langjährige Mitglieder. 25 Jahre sind Simone Mückl und Andreas Trescher dabei, 20 Jahre Monika Wismann, Max und Gisela Simmerl, 10 Jahre Peter Richter. Für aktive Musikertätigkeit erhielten Melanie Steiner und Monika Wismann die Ehrennadel in Silber des Nordbayerischen Musikbundes. Reinhard Neumann erhielt diese Auszeichnung Gold für 45 Jahre. Steffi Krapf, "die Mutter aller Flötenkinder", wurde für 20 Jahre im Ehrenamt mit der Goldnadel gewürdigt.

Bürgermeisterin Schiffmann sprach von einem beeindruckenden Tätigkeitsbericht. Die Musik der Jugendblaskapelle verbinde die Bürger. Die Qualität der Ausbildung sei "top". Ferdinand Münch zollte ebenfalls Respekt. Es zeige sich auch, dass die Kinder in der Jugendblaskapelle gut aufgehoben seien.

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