15.10.2017 - 10:42 Uhr
ParksteinOberpfalz

Konzert der 80 Stimmen aus vier Ensembles Chöre verteilen Brillianten

Mit stürmischem Beifall danken die Besucher im Festsaal am Ende des "Konzertes der 80 Stimmen" den Chören für ihre perfekten Darbietungen. Lieder aus der Zeit des "goldenen Schlagers", Ausflüge ins Musical und lustige Kindergeschichten im Lied erzählt, begeistern die Zuhörer.

Mit Sonnenbrillen legen die "ChOhrwürmer" auf der Bühne los.
von Walter BeyerleinProfil

Leiterin Elvira Kuhl hatte mit der Liedauswahl für den Männerchor Parkstein, den gemischten Chor "Cantabile" und die "chOhrwürmer" den Grundstein für ein abwechslungsreiches Programm gelegt. Erstmals mit dabei der Chor "Schola Cantorium Forchheim".

Zum Konzert am Samstagabend hätte keine bessere gesangliche Eröffnung gepasst als "Wochenend und Sonnenschein". Der Männerchor zeigte sich gleich stimmgewaltig. "Mit 'nem kleinen Stückchen Glück", auch bekannt als "With a little bit of luck" aus dem Musical "My fair Lady" endete der erste Liedblock.

Dann hatten die Handycameras der Eltern Hochkonjunktur. Die "chOhrwürmer Weiden luden in die "Coole Bongo-Disco in der Coco-Bar" ein. Ganz cool hatten sich die Akteure dazu überdimensionale Sonnenbrillen aufgesetzt, von denen sich das eine oder Kind beim nächsten Lied über "Puck die Stubenfliege" kaum trennen wollte. Ohne Angst vor den vielen Besuchern sangen die Buben und Mädchen munter drauf los, immer im Blickkontakt zu Kuhl zu verlieren, die unter der Bühne vom Keyboard aus die Songs leitete.

Die "Schola Cantorium Forchheim" unter Leitung von Gerhard Moller junior besang "fine knacks for Ladies". Zumindest musikalisch erfüllten sie den Wunsch der Damenwelt nach einem kleinen Geschmeide. Mit einer Gavotte führten die Sängerinnen und Sänger aus Oberfranken zu Johann Sebastian Bach und kehrten dann vielstimmig mit dem Hit "Can't by me love" zu den Beatles zurück.

Der gemischte Chor Cantabile bat "Laß die Sonne in dein Herz". Das erklang vor genau dreißig Jahren beim Eurovision-Wettbewerb. Mit "Sealed with a kiss", einem Abschied mit einem "Kuss versiegelt", führte der gemischte Chor in die Pause.

Der Männerchor blieb zur Eröffnung des zweiten Teiles dem Musical treu. Wer kennt nicht "My fair Lady", wenn Eliza Doolittle bei Professor Higgins das gar so schwere "Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen" einzuüben hat. Die Erkenntnis des Professors "jawohl jetzt hat sie 's" galt auch für die stimmgewaltigen Männer. Auch sie haben den Musicaltrip bestens geschafft. Doch dann stellte sich eine recht komische Frage: Wie kommt der Lippenstift in Lehmanns Unterbett?

Es war die oft als golden beschriebene Zeit, die solche Titel, empor brachte. Leicht erotisch, hintergründig und pikant. Auch im Parksteiner Festsaal erzählt dieses Lied die Geschichte der Frau Lehmann, die dieses - von ihr natürlich nicht verwendete frauliche Utensil - im Bett ihres Mannes findet und sich wieder mal Hoffnungen in eine bestimmte Richtung macht. Anschließend durften sich die Besucher Gedanken machen, was es zu sehen gab, "wenn das Fräulein Helen baden geht".

Die "chOhrwürmer" erzählten die Geschichte der alten Moorhexe, und ahmten danach beim "kleinen Zirkuspferd" das Schlagen der Hufe nach. Romantisch kam der gemischte Chor mit Reinhard Fendrichs "Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk". Von Schwedens Popgruppe ABBA stammte "Mamma Mia", gefolgt von Nenas "Wunder geschehen". "Schola Cantorium Forchheim summte und sang die vertonte Geschichte des Joachim Ringelnatz Gedichtes "Im Park". "Das Rendezvous", eine amüsante Liebesgeschichte speziell ausgerichtet für einen Chor endete regelrecht in einem Desaster.

Mit dem Lied "Muß i denn zum Städtele hinaus" verabschiedeten sich die Ensembles gemeinsam. Kaum zu glauben, wie viele Akteure auf der Bühne des Festsaales Platz gefunden hatten. "60 Sängerinnen und Sänger waren es", sagte Vorsitzender Gerhard Moller in seinen Dankesworten.

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