Macht und Pracht im Landrichterschloss
Gespielte Geschichte

Insgsamt über 130 Beuscher liesen sich bei den drei szenischen Führungen des Heimatvereins am Tag des offenen Denkmals in die Vergangenheit entführen.
Kultur
Parkstein
11.09.2017
56
0

Der Heimatverein pflegt sehr intensiv die Geschichte der Marktgemeinde. Zum Tag des offenen Denkmals bat er sogar ins Theater.

130 Besucher interessierten sich für die szenische Führung. Zum Thema "Macht und Pracht" bot das Landrichterschloss die ideale Kulisse. Das Amtsschloss war im 18. Jahrhundert über 50 Jahre Sitz und Wohnung des Landrichters. Dieser sprach Recht und verwaltete auch den Gerichtsbezirks Parkstein. Im Jahr 1774 verurteilte der Richter sogar eine Kindsmörderin zum Tode.

Vorsitzender Manfred Reiß begrüßte in drei Führungen die Besucher. Er berichtete über die Geschichte des Gebäudes und zeigte anhand von Plänen und Bilder die jeweilige Situation. Der Höhepunkt für die Gäste war die szenische Einlage. Die Darsteller vermittelten in gekonnter Weise die Vergangenheit des Landgerichts.

Als Landrichter agierte Erwin Bösl souverän in Amtsrobe. Seine Frau Anita überzeugte ebenso wie Baumeister Richard Beer. Einen schwierigen Part hatte Berthold Sparrer mit der Verlesung eines Prologs. Bei der Inszenierung ging es um den Bau des Landrichterschlosses und der anschließenden Mauer.

Weil allerlei Getier und Federvieh die Amtsgeschäfte des Richters störten, ging ein Gesuch an den Churfürsten. Dem wurde 1767 stattgegeben und eine Mauer um das Gebäude errichtet. Heute sind das Vulkanmuseum und das Rathaus im Schloss untergebracht. Die Besucher quittierten die Vorstellung mit großem Applaus.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.