11.08.2014 - 00:00 Uhr
ParksteinOberpfalz

Fahne des Katholischen Burschenvereins 1906 erhält nach Restaurierung kirchlichen Segen Junge Männer zeigen Flagge

Die Fahne des Katholischen Burschenvereins 1906 mit Mädchengruppe erstrahlt nach ihrer Weihe vor 100 Jahren wieder in neuem Glanz. Pfarrer Jojimon Lukose segnete das restaurierte Symbol.

Pfarrer Jojimon Lukose segnete die restaurierte Fahne, die zweiter Vorsitzender Felix Bösl hielt.
von Walter BeyerleinProfil

Die Jugendblaskapelle führte am Samstag den Zug vom Rathaus zur St.-Pankratius-Kirche an. Nach der Geistlichkeit folgten Burschen und Mädchen sowie die restaurierte Fahne. Viele Vereine mit acht weiteren Fahnenträgern sowie Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und der Marktrat schlossen sich an.

Verbindung nach Rom

Frater Johannes Bosco vom Kloster Speinshart hatte den Besuchern im voll besetzten Gotteshaus die Fahnen des Vatikans und des Freistaats mitgebracht. Damit stellte er die Verbindung vom Ministrantentag in Rom zur Oberpfälzer Heimat her.

In der italienischen Hauptstadt hätten die Messdiener Flagge gezeigt, in Parkstein sei die Fahne des Burschenvereins das "Zeichen gelebten Glaubens", sagte der Geistliche. Die Gläubigen seien aufgerufen, ebenfalls Flagge zu zeigen und die frohe Botschaft Jesu Christi zu Herzen zu nehmen. Der Wunsch von Frater Johannes an die Mitglieder des Burschenvereins und alle Gläubigen war deutlich: "Jeden Tag an Jesus Christus glauben."

Stefan Bäumler, Vorsitzender des Burschenvereins, stellte die Bedeutung der Organisation zum Zeitpunkt seiner Gründung 1906 heraus. Es sei der Leitgedanke von Hilfe und Rettung gewesen, sagte der Sprecher. Auf der ersten Fahne aus dem Jahr 1914 seien die Tugenden des Vereins Glaube, Sitte, Berufstätigkeit, Frohsinn und Scherz sowie Heimatliebe dargestellt. Vertieft wurden diese Merkmale mit eingestickten Wappen für unterschiedliches Handwerk sowie dem Staats- und Kirchenwappen. Die Fahnenweihe sei die Bestätigung der Beziehung der Mitglieder zu den ursprünglichen Traditionen und Tugenden, meinte Bäumler.

Banner als Erinnerung

Franziska Adam brachte an der Fahnenstange ein Banner an, das von den Mädchen des Vereins in Auftrag gegeben worden war und mit seiner Aufschrift "Zur 100-jährigen Fahnenweihe des Katholischen Burschenvereins" die Zugehörigkeit der Weiblichkeit zu den Burschen auch der Nachwelt ständig vor Augen hält. Es soll außerdem ein Zeichen der Zusammengehörigkeit sein.

Pfarrer Lukose segnete als Urlaubsvertretung von Pfarrer Pennoraj Thamarkkan anschließend die Fahne. Nach dem kirchlichen Teil lud der Burschenverein zum Zoiglabend vor das Jugendheim ein.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp