Musikantentreffen im Janner-Saal überzeugt mit Klängen und Humor aus der näheren Umgebung
Wer braucht schon Oberbayern?

Lokales
Parkstein
14.11.2012
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Das 10. Musikantentreffen des "Parksteiner Kreises" im brechend vollen Janner-Saal bot den Besuchern ein mehrstündiges unterhaltsames Programm mit echter Volksmusik und lustigen Geschichten. "Da braucht niemand an den Chiemsee oder nach Berchtesgaden fahren", meinte Moderator Horst Maschke zurecht.

Welchen Stellenwert dieses Musikantentreffen hat, zeigte die Anwesenheit von weit angereisten Gästen. Einige kamen bis aus Frankfurt, Essen, Darmstadt und Würzburg.

Ein Heimspiel hatte die "Parksteiner Sitzweilmusi", die den Reigen eröffnete. Daneben waren die "Blecherne Sait'n" aus Schnaittenbach, die "Dampfbröider" aus Woppenrieth, Josef Kämpf aus Eschenbach, die "Neisteder Zoiglmusi" und der Biersack-Edi aus Schwarzenfeld eingeladen.

"Oide tu's Geld raus"

Dem Auftakt durch die "Sitzweilmusi" schloss sich der Auftritt der "Dampfbröider" an. Wer die beiden Originale noch nicht kannte, erfuhr, wo der Name seinen Ursprung hat. Das Lied vom "Dampf" erklärte es. Die "Blechernen Sait'n" nahmen ihr vollschlankes Aussehen zum Anlass, mit viel Spaß auf die "Wampen" hinzuweisen, einschließlich aller Nachteile, die sich daraus ergeben, aber auch gern akzeptiert werden. Zum Schluss ihres Auftritts erfuhr "Down by the Riverside" mit der Umwandlung zu "Oide, tu's Geld raus, i will ins Wirtshaus geh" eine völlige Neufassung, die die Besucher zu Begeisterungsstürmen hinriss.
Da brauchte sich anschließend Josef Kämpf aber nicht zu verstecken. Als der Eschenbacher ein Lied "über ein Gesicht" sang, suchte er sich dazu Lothar Höher aus. "Leih mer doch dei G'sicht, i will heut fesch sei", legte Kämpf los und hatte mit der Geschichte über das Gesicht Höhers und allem, was damit passierte, die Lacher voll auf seiner Seite.

Da setzte Maschke, der Vorsitzende des "Parksteiner Kreises" mit einem Gedicht über ein Gebiss gleich noch einen lustigen Akzent drauf. Auch er suchte sich als imaginären Gebissträger Lothar Höher aus. Der nahm's gelassen, weil er noch immer ohne jegliche Hilfe kraftvoll zubeißen kann.

Die "Neisteder Zoiglmusi" ließ es nach so viel Heiterkeit wieder etwas ruhiger angehen, um in ihrem Auftritt mit einem schwungvollen Lied auch die Schwiegermütter zu bedenken. Der Biersack-Edi begeisterte die Besucher mit einem gesungenen Wortspiel und outete sich als "der letzte Bayer", der irgendwann einen würdigen Platz im Hofbräuhaus erhalten wird.
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