Anschlag zieht Kreise bis nach Parkstein
Witron trauert um Terroropfer von Istanbul

Rosen und Nelken zum Gedenken an die Opfer des Neujahrsanschlages in Istanbul. Bild: dpa
Politik
Parkstein
04.01.2017
6872
0

Parkstein/Istanbul. Das Logistikunternehmen Witron aus Parkstein (Kreis Neustadt a.d. Waldnaab) trauert um Koray K.. Der 25-Jährige war eines der beiden Opfer aus Bayern, die beim Terroranschlag auf den Nachtclub "Reina" in der Silvesternacht in Istanbul erschossen wurden. K. besaß die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit. Er stammte aus Landsberg am Lech. Dort unterhält Witron einen Stützpunkt mit einem rund 20-köpfigen Team, das vorbeugende Wartungsarbeiten bei Kunden erledigt.

"Wir sind geschockt", sagt Geschäftsführer Helmut Prieschenk. "Wir sind ein Familienunternehmen und verstehen uns als Solidargemeinschaft. Aus dieser Familie haben wir ein Mitglied verloren." K. war seit 2014 als Servicetechniker bei Witron und zu Schulungen öfter in der Oberpfalz. Er galt als engagiert und beliebt. Noch am Freitag vor Silvester hatte er sich von allen Kollegen per Handschlag für eine Woche in den Urlaub verabschiedet.

Am frühen Neujahrsmorgen gegen 1.15 Uhr war ein Angreifer in die Discothek "Reina" in Istanbul eingedrungen und hatte sieben Minuten lang wahllos auf die Gäste geschossen. 39 Menschen kamen ums Leben, 70 wurden offiziellen Angaben zufolge verletzt. Der Attentäter ist weiter flüchtig. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Mittwoch lediglich, der Täter sei identifiziert. Weitere Angaben machte er nicht. Die Fahndung nach dem Flüchtigen dauere an. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Mittwoch, Ziel der Tat sei gewesen, die türkische Bevölkerung zu spalten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.