Grünen-Kreisverband berät über Zwischenfall in Eschenbach
Plakative Idee: Keine Werbeposter mehr

Wohin hängen? Der Kampf um Plakat-Plätze in manchen Orten soll nach Meinung der Grünen ein Ende haben. Bewerber müssten Flächen zugeteilt bekommen. Alternativ sollten alle auf Plakatwerbung verzichten. Bild: edo
Politik
Parkstein
27.08.2017
199
0

Die Bundestagswahl war zentrales Thema bei der Jahreshauptversammlung der Grünen. Kreissprecher Johann Mayer berichtete im "Bergstüberl" unter anderem von der zurzeit laufenden Plakatierungs-Aktion.

Dabei wurde deutlich, dass es hierbei wie berichtet immer wieder zu Komplikationen kommt. Kleinere Differenzen habe es in den vergangenen Tagen in Eschenbach gegeben. Ein Vertreter des SPD-Ortsvereins zeigte die Grünen in Person von Meyer an, weil Plakate der Grünen über die der SPD geklebt worden seien.

Georg König zeigte sich dafür verantwortlich und gab an, dass es keine freien Plätze mehr gegeben habe, weil CSU und SPD zu viele Plakate angebracht hätten. Es könne nicht sein, dass manche den doppelten Platz in Anspruch nähmen und andere leer ausgingen.

König widersprach allerdings Vorwürfen, dass er andere Plakate heruntergerissen habe. "Ich musste einmal die Klammern von einem anderen Plakat lösen, damit ich unseres darunterschrieben konnte. Danach habe ich beide wieder festgetackert." Den wirtschaftlichen Schaden, welcher der SPD und CSU durch das Überkleben derer Plakate entstanden ist, wolle man selbstverständlich begleichen, hieß es nun in der Jahreshauptversammlung. Viele der Anwesenden waren überdies der Meinung, dass es wohl am besten wäre, wenn in Zukunft alle Parteien auf Wahlplakate verzichten würden.

Obwohl der Kreisverband sich beim Wahlkampf mächtig ins Zeug legt, sei man mit einigen Entscheidungen auf Landes- und Bundesebene unzufrieden, betonte Mayer. Erstelle fest, "dass sich der Abstand zur Basis nicht verringert." Besonders "die Anbiederung an die großen Parteien in Sachen Energiepolitik" stört die Landkreis- Grünen.

Hermann Scharl forderte deshalb vom Landesverband, "die Energiepolitik der Grünen ergebnisoffen zu diskutieren und eine entsprechende Position festzulegen". Man werde bei der Bezirkskonferenz einen gleichlautenden Antrag stellen, der anschließend in der Landeskonferenz behandelt wird.

Ebenfalls auf diese Art - hierarchisch alle Distanzen durchlaufend - werde der Kreisverband das Thema "Anhebung der Renten nach österreichischem Vorbild" auf die Agenda der Landeskonferenz setzen. Eine Anfrage zum Thema "Uran-Munition auf dem Truppenübungsplatz" hatte König an die Landesregierung gestellt. In dem mehrseitigen Bericht, den er daraufhin erhielt, sei jedoch keine eindeutige Antwort zu finden, bemängelte er.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.