01.12.2017 - 20:10 Uhr
ParksteinOberpfalz

Senioren-Servicezentrum in Bürgerversammlung vorgestellt Nicht für Demenzkranke

Über 100 Frauen und Männer zeigen mit dem Besuch der Bürgerversammlung Interesse am Gemeindegeschehen. Dass das geplante Senioren-Servicezentrum anziehende Wirkung hat, zeigt der Altersdurchschnitt der Zuhörer.

von Walter BeyerleinProfil

Im Festsaal listete Bürgermeisterin Tanja Schiffmann in ihrer Vorschau auf das Jahr 2018 gemeindliche Projekte auf, die der Marktrat bereits beschlossen hat. Für die Schulkinderbetreuung ab dem Schuljahr 2018/2019 werde noch ein Träger gesucht, weil das Kinderhaus diese Aufgabe nicht mehr gewährleisten könne. Ausführlich berichtete Schiffmann über die Entwicklung des Haushalts. Die steigenden Gewerbesteuereinnahmen ermöglichten hohe Investitionen. Die Besucherzahlen im "Vulkanerlebnis Parkstein" blieben seit der Eröffnung im Jahr 2013 konstant. Die Außenanlagen beim Landrichterschloss seien komplett fertiggestellt und werden bei einem Tag der offenen Tür der Bestimmung übergeben.

Die Räumung des Gemeindeweihers vom Schlamm unter der Leitung des Fischereivereins sei erfolgreich verlaufen, so dass jetzt wieder der Rundgang um die Wasserfläche möglich sei. Im Benefizium sei einer Vielzahl von Vereinen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt worden.

Aus dem Zuhörerkreis kam die Klage, dass im Lindenweg zu schnell gefahren werde und es keine Rechts-vor-links-Regelung gebe. Hier sei wohl eine Zone 30 eingerichtet, erwiderte Schiffmann. Einen Grund für eine Rechts-vor-Links-Regelung gebe es nicht, weil schlicht keine Straße einmünde. Für die Einrichtung einer E-Tankstelle sieht die Rathauschefin derzeit keinen Bedarf. Wer bislang ein E-Auto fahre, tanke direkt an seinem Haus. Als notwendig erachtet die Bürgermeisterin aber die Erstellung eines Konzeptes im Landkreis und darüber hinaus.

Ein Bürger bedauerte, dass im Winter die Holzbänke an den Fußwegen abmontiert werden, so dass sich Spaziergänger hoch oben auf dem Basaltkegel nicht mehr ausruhen könnten. Mit dem Vorschlag, auf Metallgitterbänke auszuweichen, wollte sich die Bürgermeisterin mit Blick auf den zuständigen Städteplaner nicht anfreunden.

Das Sozialteam aus Lappersdorf mit Geschäftsführer Martin Weiß, Andreas Neugirg (Fachbereich Senioren) und Anne Petrick von der hauseigenen Planungsgesellschaft stellte das geplante Senioren-Servicezentrum am "Viehhof" vor, das ein "Residenz-Wohnen" in Einzel- und Doppelappartements vorsehe. Alle notwendigen Leistungen könnten dazu individuell in Anspruch genommen werden. Die Größe der Einrichtung sei auf den Ort Parkstein ausgerichtet, erklärte Geschäftsführer Weiß.

Neugirg beantwortete die Frage, ob die Einrichtung nur auf rüstige Bewohner ausgerichtet sei oder auch demenzkranke Menschen dort wohnen könnten. Im Modell Parkstein gebe es für Demenzkranke prinzipiell keine 100-prozentige Überwachung wie in einer geschlossenen Station. Die weitere Frage, warum keine "echte Pflege" in Verbindung mit dem Bausteinsystem angeboten werde, beantwortete Geschäftsführer Weiß mit dem Hinweis, dass das der Gesetzgeber nicht zulasse. Außerdem seien bei einer vollstationären Pflegestation 50 bis 60 Plätze notwendig.

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