08.02.2017 - 20:00 Uhr
ParksteinOberpfalz

Arbeitsgruppe "Unterstützung vor Ort" testet Barrierefreiheit in Parkstein Barrieren bleiben

Die Arbeitsgruppe "Unterstützung vor Ort" testet Straßen, Plätze und öffentliche Gebäude auf ihre Barrierefreiheit. Das Ergebnis: Es gibt an vielen Stellen Verbesserungsbedarf.

Mängel gibt es einige - auch in der Lichtensternstraße. Dort überreichte Wolfgang Dütsch (links) als Sprecher der Arbeitsgruppe "Unterstützung vor Ort" das Ergebnis des Projektes "Barrierefreiheit" an Bürgermeisterin Tanja Schiffmann (rechts). Bild: bey
von Walter BeyerleinProfil

Mitglieder der Arbeitsgruppe - ein Teil des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes "ISEK 2020+" - erarbeiteten eine Liste, die einer Verkehrsampel gleicht, um die Mängel im Parkstein zu visualisieren. Rot wurden Stellen mit erheblichen Mängeln markiert, die zeitnah behoben werden müssen. Mit Gelb markierte Orte werden bei anstehenden Baumaßnahmen in Angriff genommen. Lediglich bei Grün besteht kein Handlungsbedarf.

Zustand der Gehwege

Wolfgang Dütsch, Sprecher der Arbeitsgruppe, erläuterte die Vorgehensweise. Er selbst sei mit Werner Ebneth, Richard Beer, Karin und Franz Wach, Gabi und Bernhard Hartwig, Josef Wittmann, Zdnek Krasa und Karin Alwang die Straßen und öffentlichen Einrichtungen abgegangen. "Daraus haben wir uns gemeinsam ein Bild zum Thema Barrierefreiheit gemacht."

Grundlage der Beurteilung sei die Höhe der Bordsteinkanten bei Kreuzungen, der schlechte Zustand der Gehsteige, aber auch fehlende Ruhebänke sowie Sträucher und Bäume, die eine Behinderung auf den Gehwegen darstellen. Auch Sichtachsen an Kreuzungen nahmen die Mitglieder unter die Lupe. Dütsch betonte, dass die Besichtigung gezeigt habe, dass eine völlige Barrierefreiheit in Parkstein aufgrund der bergigen Lage und Gebäude, die beispielsweise eine Verbreiterung der Gehwege verhindern, nicht möglich ist. "Dennoch sollte versucht werden, verbesserungsfähige Mängel nach und nach zu beseitigen", betonte Dütsch. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann sicherte zu, das Thema in der nächsten Marktgemeinderatssitzung vorzutragen. Gleichzeitig versprach sie, festgestellte Mängel in Zusammenarbeit mit gemeindlichen Baumaßnahmen zu beheben.

Die Gruppe wünsche sich vor allem die schnelle Behebung der Mängel in der Alexander-von-Humboldt-Straße beim Kinderhaus St. Pankratius, einer Sanierung der Bergstraße, die derzeit noch ohne Gehweg ist. "Notwendig erscheint auch die Verbesserung des Zuganges zum Landrichterschloss, weil die Aufzüge zum Festsaal und zum Steinstadl vielen Besuchern zu kompliziert sind", sagte Dütsch. Weiter regten sie eine zeitnahe Absenkung der Bordsteine in der Lichtensternstraße an, den Einbau eines Euro-Zylinders am Behinderten-WC am Neuweg und eine übersichtlichere Situation beim Übergang zur Weidener Straße.

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