23.03.2018 - 16:42 Uhr
Parkstein

Voranfrage für Nutzungsänderung der Pension am Marktplatz 7 Zweites Pflegeheim in Aussicht

Es ist kein Bauantrag, nur eine Voranfrage, betont Bürgermeisterin Tanja Schiffmann immer wieder. Doch die Anfrage interessiert die Markträte ganz besonders. Denn am Marktplatz 7 könnte ein neues Alten- und Pflegeheim entstehen.

Die Besitzer des Hauses am Marktplatz fragen an, ob sie die Nutzung ändern können: von einer Pension zum Pflegeheim. Bild: Schönberger
von Beate-Josefine Luber Kontakt Profil

Bis jetzt wird das Gebäude als Beherbergungsbetrieb und Gaststätte benutzt, informiert die Rathauschefin. Nun liegt dem Marktrat ein "Antrag auf Vorbescheid für Nutzungsänderung" in ein Alten- und Pflegeheim mit Tagespflege vor. Nach NT-Informationen ist eine Tagespflege für Demenzkranke geplant. Der Friseursalon unten im Haus soll bestehen bleiben.

"Das ist kein Bauantrag", betont Schiffmann immer wieder. Deshalb habe sie auch keine Präsentation vorbereitet. Trotzdem bekunden die Markträte großes Interesse an dem Projekt. Sie fordern die Unterlagen zur Ansicht an, die laut Schiffmann nur "grobe Skizzen" beinhalten. "Stellt das ein Problem für das Sozialteam dar? Da sich ja in unmittelbarer Nähe eine ähnliche Einrichtung befinden wird?", kommt eine Frage aus den Reihen der SPD-Fraktion. Sie bezieht sich auf das Senioren-Servicehaus am Viehhof, für das die Markträte kurz zuvor einstimmig den Bauplan absegneten.

"Die Einrichtung ist nicht vergleichbar", ist die Meinung der Bürgermeisterin. In der Voranfrage für den Marktplatz 7 sei von sechs Zimmern im Obergeschoss die Rede, die für das Pflegeheim geplant sind. Sie habe die Antragsteller gefragt, ob sie gleich einen Bauantrag stellen möchten, doch sie wollen erst die Reaktion im Marktrat abwarten.

Stimmten die Räte dieser Voranfrage zu, sei das trotzdem kein Hinweis auf eine Genehmigung des Bauantrags, sagt die Bürgermeisterin. Dafür müssten noch viele andere Aspekte wie ein zweiter Rettungsweg und der Brandschutz erfüllt sein. Martin Bodenmeier von den Freien Wählern weist sie darauf hin, dass die Antragsteller auf Rücksendung ihrer Unterlagen warteten. Schiffmann kontert, dass sie sich mit dem Landratsamt kurz geschlossen habe und dass die Bearbeitungszeit nicht an ihr hänge. Dem Antrag geben die Markträte einstimmig grünes Licht.

In der Sitzung wird auch der Bebauungsplan "Gewerbegebiet Nord" behandelt. Die Bürgermeisterin informiert, dass die Firma Witron alle vom Landratsamt geforderten Ausgleichsflächen selbst zur Verfügung stellt. Gemeindeflächen würden nicht angetastet. Der Ausgleichsbedarf beträgt jetzt 95 478 Quadratmeter. Im Zuge der Bauarbeiten zum Gewerbegebiet Nord wird auch der Abbruch des Anwesens in der Raiffeisenstraße 3 angegangen. Günstigster Anbieter dafür ist die Firma Plannerer aus Pullenreuth für 56 287 Euro. In der Kostenschätzung habe die Gemeinde mit 99 000 Euro gerechnet, weiß die Rathauschefin. Auch stimmt das Gremium positiv über den Bauantrag ab, die Backstube in Oed 3 um einen Gastraum zu erweitern. Des Weiteren stellt die Gemeinde einen Fachwerker an, der die Mitarbeiter im Bauhof entlasten soll. An 30 Stunden pro Woche für maximal 6 Monate soll er sich für einen Lohn von 26,41 Euro netto um Grünflächen kümmern.

Im Blickpunkt

Auch folgende Themen verhandelte der Marktrat: Das Kinderhaus Parkstein nimmt weiter Kinder unterm Jahr auf, auch wenn sich daraus durch Personalausgaben ein Defizit ergibt. Die Ausstellung über Dietrich von Portitz im Steinstadl läuft noch bis 8. April. Die Einweihung der Außenanlagen am Landrichterschloß ist am 6. Mai. Der Tag der offenen Tür dazu läuft von 12 bis 17.30 Uhr.

Die Gartencontainer sind seit Freitag geöffnet. Die neuen Funkwasserzähler und die Software sind bestellt, betroffene Bürger bekommen demnächst ein Schreiben von der Gemeinde. Die Polizei führte Verkehrsmessungen an der Schutzengel-Kreuzung durch. Die überwiegende Mehrzahl hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Wohnhaus in Sogritz 2 darf erweitert werden. Der Kauf eines Grundstücks im Gewerbegebiet Theile durch Siwiec ist genehmigt. Im Zuge der Kanalsanierung erhält den Zuschlag für eine optische Inspektion die Firma Kuchler aus München zum Angebotspreis von 75 589 Euro.

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