25.02.2018 - 20:00 Uhr
Parkstein

Zwei neue, junge Mitglieder im Parksteiner Zweigverein OWV hofft auf Verjüngung

Ein kleines Licht zur Verjüngung des OWV-Zweigvereins erkennt Vorsitzende Christine Hundhammer in der Aufnahme von Philipp Hundhammer und Dominik Schreffl. "Vielleicht können die beiden jungen Burschen auch der Beginn des Aufbaus einer Jugendgruppe sein", bemerkte sie in der Jahreshauptversammlung im "Bergstüberl". Philipp Hundhammer bringt sich mit der Übernahme des bisher verwaisten Posten des Schriftführers auch gleich arbeitsmäßig in den Zweigverein ein.

von Walter BeyerleinProfil

Rund 20 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung gekommen, die als Versuch bereits für 18 Uhr angesetzt war. Davon hatte sich die Vorsitzende eine bessere Mitgliederresonanz erwartet. In ihrem Rechenschaftsbericht stellte sie die Notwendigkeit der Erneuerung der Madonna in der Grotte am Basaltkegel besonders heraus. Dem Verein sei es aber nicht möglich, die Kosten von 8000 Euro für eine neue Madonna alleine zu tragen. Eine Restaurierung wäre nach den Worten Hundhammers auch teuer gewesen. Der Vorstand traf sich im vergangenen Jahr zu 4 Sitzungen und besuchte 26 Mitglieder zu runden oder halbrunden Geburtstagen. Künftig gratuliert die Vereinsführung persönlich nur noch ab dem 70. Geburtstag, informierte Vorsitzende Hundhammer. Damit werde dem Wunsch der Mitglieder nachgekommen, die diese Altersgrenze vorgeschlagen hätten. John Beard gab einen umfassenden Kassenbericht ab.

Vogelschutzwart Karl Weißer berichtete über die 148 Nisthilfen des OWV, von denen 118 besetzt seien. Die Fledermauskästen seien unbewohnt oder von anderen Vögeln genutzt. In den Hornissen-Großraumkästen fühlten sich auch Meisen wohl. Im Winter wurden 75 Kilogramm Sonnenblumenkerne, 25 Kilogramm Winter-Fett-Mischfutter, 1 Kilogramm Hanfsaat und 100 Meisenknödel verfüttert. Weißer dankte Vogelschutzwart Alfons Pschierer, der im Herbst alleine die komplette Betreuung der Nistkästen, die Anbringung der Futterhäuschen und später auch die Winterfütterung übernommen hatte.

Kritisch betrachtete Vogelschutzwart Weißer den Rückgang der Artenvielfalt. Daran sei aber nicht nur Glyphosat schuld. Er erkannte die Ursachen vor allem in der wirtschaftlichen Nutzung des Waldes, der nichts mehr mit dem gesunden Umbau des Waldes zum Mischwald zu tun habe. Die negative Beurteilung Weißers traft auch die Straßenbauämter, "die rigoros Sträucher, Bäume und Äste rasieren, egal ob Behinderungen für den Straßenverkehr gegeben sind". "Mit diesen Vorgehensweisen gehe die Bedeutung des Waldes als Feinstaubfilter, Allgemeingut und Sauerstoffspender verloren", kritisierte Weißer.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann versicherte, den OWV bei der Neuanschaffung der Madonna nicht im Stich zu lassen. Der Haushaltsplan des Marktes gebe dazu die finanzielle Möglichkeit. Zu den kritischen Worten von Vogelschutzwart Weißer hob Bürgermeisterin Schiffmann die zahlreichen naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen des Marktes in den vergangenen Jahren hervor, auf deren Erhalt auf Dauer die Marktgemeinde bedacht sei.

In der Vorschau auf dieses Jahr kündigte Vorsitzende Hundhammer für den 2. April die Emmauswanderung durch Parkstein an.

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