29.06.2017 - 19:04 Uhr
ParksteinOberpfalz

Parksteiner Unternehmen präsentiert neue Lösungen für Kunden Witron wächst weiter

In den vergangenen 4 Jahren hat die Firma Witron 1000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Der Umsatz klettert auf 485 Millionen Euro. Neue Entwicklungen bieten Gewähr, dass es bei der Logistik & Informatik GmbH weiter aufwärts geht.

Witron präsentiert den Fachjournalisten die Optimale Frische-Kommissionierung (OFP), deren Entwicklung zwei Jahre gedauert hat. Ein hochdynamisches Fahrzeug stellt die Behälter mit Obst und Gemüse zusammen, ohne dass menschliche Power notwendig ist. Gleichzeitig wird das Regal von hinten wieder aufgefüllt. Bei zwei Kunden wird demnächst die Anlage installiert und im Echtbetrieb getestet. Bild: Schönberger
von Martin Staffe Kontakt Profil

Vor 16 Fachjournalisten aus dem deutschsprachigen Raum schilderte Witron-Geschäftsführer Helmut Prieschenk am Donnerstag im Logistikhof die rasante Aufwärtsentwicklung. Die Belegschaft ist auf 3023 Mitarbeiter angewachsen. Davon arbeiten allein am Firmensitz in Parkstein 1500. Stolz ist Witron auf die 200 Auszubildenden. Heuer finden wieder mindestens 50 junge Leute einen Platz. Das Durchschnittsalter beträgt 34 Jahre.

Abgeschlossen ist ganz aktuell die Erweiterung des Werks zwei auf jetzt 10 000 Quadratmeter Produktions- und Büroflächen. Vier weitere Hallen - keine Pavillons - wurden errichtet. Damit verfügt der Betrieb jetzt in Parkstein über 90 000 Quadratmeter.

Der Umsatz kletterte laut Prieschenk 2016 um 15,5 Prozent von 420 auf 485 Millionen Euro. Stark im Kommen seien Amerika und Kanada. Allein hier generiere Witron inzwischen 40 Prozent seines Absatzes, den Rest in Europa. Wenig Gedanken verschwenden die Witron-Manager auf die politische Entwicklung in Amerika. Was Präsident Donald Trump bestimme, sei eh nicht zu beeinflussen. Vielmehr gelte das Interesse den Kunden und wie sich der Dollarkurs entwickle.

Französischkurse

Auch Frankreich macht sich gut. "Wir kommen gar nicht hinterher mit Französischkursen für unsere Leute." In Spanien, Holland und Norwegen sei das inhabergeführte Familienunternehmen mit Stiftungsmodell ebenso gut im Geschäft. Im Blick habe es Asien und Russland, wo es wieder aufwärts gehe. Witron unterhält Niederlassungen unter anderem in den Niederlanden und den Vereinigten Staaten, in Kanada, in England, Spanien und Singapur.

Die Firma gehört zu den Marktführern in der Planung von hochdynamischen Lager- und Kommissioniersystemen in der Intralogistik. "Wir spezialisieren uns auf den Bereich Handel. Da fühlen wir uns sehr wohl", verriet Prieschenk. Die Referenzen reichen von Spar bis Edeka, von Danone bis Nestlé-Schöller, von Schlecker bis Woolworths, von Audi bis Porsche, von Bosch bis Rhode & Schwarz, von Heidelberger Druckmaschinen bis Krones.

Inzwischen betreibe Witron für seine Kunden viele Lager. Entsprechend gemausert habe sich der Bereich Service. Die Hälfte der Witron-Mitarbeiter macht 30 bis 40 Prozent des Umsatzes. "400 Kunden vertrauen weltweit auf unseren Service", ergänzte Geschäftsführer Christian Dietl.

Neue Lösungen für die Kunden sollen dafür sorgen, dass Witron auch in Zukunft wächst. Dazu gehört nach Prieschenks Angaben auch die Digitalisierung Industrie 4.0. Alles sei vernetzt, Maschinen und Kunden. Witron will dazu kommen, dass sich die Anlagen selbst steuern, selbst optimieren. Auch wenn die Systeme immer intelligenter werden, aber ohne Mechanik werde es nicht gehen.

Innovationen

Walter Winkler präsentierte den Gästen die Ergebnisse seiner Arbeit. Er sieht großes Potenzial im Einzelhandel und E-Commerce. Das Thema Frische im Lebensmitteleinzelhandel standardisiere sich in Obst und Gemüse. Das autonome Transportsystem Efficient Mobile Picking (EMP) steigere die Leistung um 30 Prozent. Der Clou des automatischen Repacks (ATR) sei ein einzigartiger Befüll-Mechanismus (von oben, ohne zu kippen, in offenen Kartons).

In zwei Jahren wurde die Optimale Frische-Kommissionierung (OFP) mit sehr hohem Automatisierungsgrad entwickelt. Eine Revolution in der E-Commerce-Logistik stelle das All-in-One Fulfillment (AIO) dar. Die Zahl der Bewegungen wird um 70 Prozent reduziert.

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