11.03.2018 - 20:00 Uhr
Pechbrunn

Gemeinderat Pechrbunn billigt Haushalt Pro-Kopf-Schuld bei unter 90 Euro

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Haushalt 2018 gebilligt. Er umfasst im Verwaltungshaushalt 2,506 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 1,591 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde ist mehr als erfreulich: Sie beträgt lediglich 87,69 Euro. Insgesamt beträgt der Schuldenstand 119 083 Euro. Die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich, Ursula Ockl, ging vor der Abstimmung umfassend auf das Zahlenwerk ein. Es war von den Gemeinderäten in nichtöffentlicher Sitzung schon ausgiebig behandelt worden. Ursula Ockl mahnte an, dass nach Abschluss der Kläranlagenertüchtigung dringend eine Gebührenkalkulation erforderlich sei. Zurzeit werde hier defizitär gearbeitet. Seit 2005 seien die Grundgebühren unverändert.

750000 Euro sind im Vermögenshaushalt für die Ertüchtigung der Pechbrunner Kläranlage (unser Bild) vorgesehen. Bild: KRO
von Konrad RosnerProfil

Friedhofsgebühren

Bei den Gebühren für der Wasserversorgung hat sich die finanzielle Lage nach der Erhöhung der Verbrauchsgebühr etwas entspannt. Dennoch stehe auch hier am Ende ein Fehlbetrag. Auch hier mahnte Ursula Ockl an, die Abschreibungen und Verzinsungen in Frage zu stellen und zeitnah zu kalkulieren.
Auch im Bereich des Bestattungswesen gebe es eine Unterdeckung.

In einer der nächsten Sitzungen soll eine Gebührenerhöhung diskutiert werden. Das Fazit der Kämmerin: Investitionen aus eigener Kraft seien wegen der negativen freien Finanzspanne bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Sie riet deshalb, Ausgaben so weit wie möglich zu reduzieren und Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen. Kostenrechnende Einrichtungen wie Wasser, Abwasser und Friedhof müssten neu kalkuliert werden. Auch der Kindergarten weise ein erhebliches Defizit aus, dies könnte mit einer moderaten Gebührenerhöhung zumindest etwas abgefangen werden. Ebenso einstimmig wurde die Haushaltssatzung für 2018. der Finanzplan und das Investitionsprogramm für die Jahre 2017 bis 2021, sowie der Stellenplan für die tariflich Beschäftigten gebilligt.

Spende für Schullandheim

Im weiteren Verlauf der Gemeinderatssitzung wurde dem Schullandheim Niederbayern-Oberpfalz einstimmig eine Spende von 100 Euro gebilligt, zumal auch immer wieder Pechbrunner Schüler dieses Schullandheim aufsuchen.

Hildegard Rank (SPD) mahnte an, nach der Schließung des Ladens der Bäckerei Kutzer möge sich der Gemeinderat Gedanken drüber machen, hier wieder ein Geschäft entstehen zu lassen. So könne sich auch einen Dorfladen, ähnlich wie in Fuchsmühl, der mittlerweile schwarze Zahlen schreibe, vorstellen. Bürgermeister Ernst Neumann verwies darauf, dass einiges in Bewegung sei, man sollte abwarten. Markus Renner (CSU) dankte im Namen des SV Pechbrunn für die Unterstützung bei den Nachwuchsturnieren um den "Frey-Cup", an dem knapp 40 Nachwuchsmannschaften aus der Region teilnahmen. Sein Dank galt allen Sponsoren - etwa dem Basaltwerk, das 500 Euro gespendet habe.

Ferner regte Hildegard Rank an, Baugebiete auf der Homepage der Gemeinde zu aktualisieren. Auf dem Frankenbrunnen-Gelände, so Bürgermeister Ernst Neumann, soll ein Bolzplatz entstehen. Der Eigentümer sei bereit, ein Grundstück dafür zur Verfügung zu stellen. Man müsse aber noch mit dem Pächter sprechen und einige weitere Fragen abklären.

Blitzschutz für Schule und Kanal-Ausbesserungen

Im Verwaltungshaushalt sind für Renovierungsmaßnahmen im Lehrerzimmer sowie der Erneuerung der Blitzschutzanlage der Schule 20 000 Euro veranschlagt. Für Kanal-Ausbesserungen und der Sanierung von Straßeneinläufen und Schachtdeckeln sind 30 000 Euro eingeplant. Die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Einkommensteuer-Beteiligung mit 630 000 Euro und die Schlüsselzuweisungen vom Freistaat Bayern mit 561 728 Euro. Dem gegenüber steht als größter Ausgabeposten die Kreisumlage mit rund 542 000 Euro. Im Vermögenshaushalt wurden für den Feuerwehrhausneubau in Groschlattengrün 270 000 Euro berücksichtigt. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik wurde mit rund 100 000 Euro veranschlagt. Eine große Aufgabe sei die Fremdwasserbeseitigung im Rahmen der Abwasserentsorgung, 10 000 Euro sind dafür eingeplant. Für die Ertüchtigung der Kläranlage sind 750 000 Euro im Vermögenshaushalt vorgesehen, 2019 noch einmal weitere 150 000 Euro. Die geforderte Ultra-Filtrations-Anlage bei der Wasserversorgung wurde mit 24 000 Euro in Ansatz gebracht.(kro)

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