Bäume, Biotonne und WC

Zwei alte Linden an der Steinbauernkapelle mussten entfernt werden, nachdem das Wurzelwerk große Schäden am Bauwerk verursacht hatte. Als Ersatz pflanzte die Familie Rahm zwei neue Winterlinden. Die Gemeinde beteiligt sich mit einem Zuschuss in Höhe von 1000 Euro an den Kosten. Bild: jr
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Pechbrunn
10.12.2016
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Weil das Wurzelwerk große Schäden angerichtet hatte, mussten zwei große Linden an der Steinbauernkapelle bei Pechbrunn weichen. Der Gemeinderat beschloss jetzt einstimmig, eine Ersatzpflanzung zu unterstützen.

Die Familie Martha und Michael Rahm hat bei dem Kirchlein zwei neue Winterlinden gepflanzt, wobei sich die Gesamtkosten ohne Eigenbeteiligung auf 1592,14 Euro beliefen. Weil die Kapelle das Ortsbild präge, baten die Rahms um eine angemessene finanzielle Beteiligung der Gemeinde. Bürgermeister Ernst Neumann gab zu bedenken, dass die Kapelle viele Postkarten ziere und als ein Wahrzeichen der Gemeinde bezeichnet werden könne. Dies sah auch Isgard Forschepiepe (SPD) so. Einstimmig billigte der Gemeinderat einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro.

Restmüll-Kontrollen

Ein weiteres Thema war die landkreisweite Einführung der Biotonne zum Jahresbeginn 2017. Bürgermeister Ernst Neumann verwies auf den "Abfallwegweiser 2017", den alle Haushalte erhalten haben müssten. An Gebühren für ein 80-Liter-Gefäß sind monatlich 1,60 Euro (halbjährlich 9,60 Euro) fällig. Wer seine Bioabfälle auf seinem Grundstück kompostiert, brauche aber keine Biotonne zu beantragen. Bis zur Bereitstellung und erstmaligen Leerung dürften nochmals rund vier Wochen vergehen. Einen festen Abfuhrtermin gibt es bislang noch nicht, die Tonnen werden im zweiwöchigen Rhythmus geleert. Neumann machte darauf aufmerksam, dass die Müllfahrer den Restmüll im neuen Jahr nach Bioabfällen kontrollieren werden. "Sollten sie dort etwas finden, kann das teuer werden", so Neumann.

Teilnehmen wird die Gemeinde an einem Bundesförderprogramm zur Förderung von Planungsleistungen für den weiteren Breitbandausbau. Die Verwaltung wurde beauftragt, die dafür notwendigen Schritte einzuleiten und den Förderantrag zu stellen. Durch die Antragstellung wird es möglich, dass die Gemeinde bei Planungsleistungen mit bis zu 50 000 Euro unterstützt wird. Bürgermeister Neumann berichtete weiter, dass der Tontaubenschießclub die Grundschule und den Kindergarten mit einer Spende von jeweils 100 Euro unterstützt. Dafür gab es ein Dankeschön. Einen Förderantrag stellte die Gemeinde zur Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik: "Wir haben da jetzt einen Fuß in der Tür", sagte Neumann.

Diskussion um WC

Thomas Dehmel (SPD) erinnerte daran, dass sich viele Bürger nach wie vor ein öffentliches WC im Bereich des Friedhofs und der Kirche wünschen. "Wir sollten uns Gedanken machen, wie wir das verwirklichen können." Bislang ist in der Gemeinde kein öffentliches WC vorhanden. Dehmel sprach von einer sozialen Aufgabe, gerade gegenüber Senioren. Sein Fraktionskollege Gerhard Flügel pflichtete ihm bei. Bürgermeister Neumann erwiderte: "Ich sehe eigentlich keinen Platz für eine öffentliche WC-Anlage. Und wer würde sie sauber machen? Ich stelle von der Gemeinde für diese Aufgabe niemanden ab." Allerdings erklärte sich Neumann bereit, den Wunsch an die Bauverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft weiterzugeben. "Sollen die sich eine Lösung überlegen und uns Vorschläge unterbreiten."
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