16.04.2018 - 20:00 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zu Gast in Pechbrunn Leben und glauben aus Freude

Die Sonne strahlt am blauen Himmel, als Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer zum ersten Mal die Pfarrei Herz Jesu Pechbrunn besucht. Die Gläubigen bereiten ihm einen großen Empfang.

Festlich herausgeschmückt war die Herz-Jesu-Kirche in Pechbrunn.
von Josef RosnerProfil

Die Acies-Feier der Legion Mariens der Diözese Regensburg war der Grund, dass der Bischof am Sonntag nach Pechbrunn kam. Sein Sekretär Michael Dreßel hatte jedoch ein Heimspiel - schließlich war der gebürtige Marktredwitzer 25 Jahre lang in Pechbrunn zu Hause.

Vor dem Gottesdienst hieß Bürgermeister Ernst Neumann den Bischof willkommen und freute sich über dessen ersten Besuch in der Gemeinde. Später, nach dem Gottesdienst, trug sich der Bischof noch ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

Gemeinsam mit Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu und fünf weiteren Geistlichen zog Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in die Pfarrkirche Herz Jesu ein. Dort wurde der Bischof von den Kommunionkindern Fynn, Lukas, Lea und Sara mit persönlichen Worten und einem Blumenstrauß begrüßt. "Welch eine Freude, welch eine Ehre, dass wir Sie heute hier in Pechbrunn begrüßen dürfen", sagte Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu. "Wir danken der Legion Mariens. Sie ist der Grund, dass Sie heute zu uns gekommen sind. Viele unserer Gläubigen haben es bis zuletzt nicht geglaubt, dass Sie zu uns kommen", so der Pfarrer zum Bischof.

Dr. Rudolf Voderholzer dankte für den freundlichen Empfang und nannte die alljährliche Acies-Feier der Legion Mariens einen "wunderbaren Grund, auch einmal Pechbrunn und damit die Heimatgemeinde meines Sekretär Michael Dreßel besuchen zu können". Der Bischof kam auch darauf zu sprechen, dass Pechbrunn der Heimatort des ehemaligen Kardinals Alois Grillmeier ist, dem im Außenbereich der Pfarrkirche ein Denkmal gewidmet ist.

"Wir haben uns den Glauben nicht zusammenfantasiert, sondern wir haben ihn durch die Apostel empfangen", machte der Bischof deutlich und forderte: "Werden wir ebenfalls zu Aposteln und verbreiten unseren Glauben." Die alljährliche Acies-Feier fiel heuer eigentlich auf den 25. März, doch da konnte sie wegen des Palmsonntags nicht stattfinden. Daher wurde die Feier um zwei Wochen verlegt. Der Bischof fragte: "Was war eigentlich die Rolle Mariens zu Ostern? In Texten wird sie nicht einmal erwähnt. Sonst ist doch Maria immer hautnah mit dabei." Noch am Karfreitag sei Maria den Leidensweg mit Jesus gegangen, aber ausgerechnet an Ostern werde nichts von ihr berichtet. "Ich bin überzeugt, dass der auferstandene Herr am Ostermorgen Maria erschienen ist und ihr die Tränen getrocknet hat, nur das Neue Testament berichtet darüber nicht", zeigte er sich überzeugt.

Weiter betonte der Bischof, dass seiner Meinung nach jeder gläubige Christ zur Heiligkeit berufen sei. "Wir Christen sind Menschen, die aus der Freude heraus leben und glauben. Seien wir frohe Christinnen und Christen. Jesus Christus ist unsere Hoffnung, die unser Leben bestimmt." Den Gläubigen rief der Bischof abschließend zu: "Halten Sie unseren Glauben hoch". In den anschließenden Fürbitten betete der Bischof ausdrücklich für die Menschen im kriegsgeschüttelten Syrien und bat darum, dass die dortigen Gruppen zur Vernunft kommen.

Nach dem Gottesdienst stärkten sich die Mitglieder der Legion Mariens, die aus allen Teilen der Diözese, darunter auch aus Weiden gekommen waren, im Gasthaus Obst mit Kaffee und Kuchen. Abschließend folgte noch eine Acies-Feier in der Pfarrkirche. Die Leitung hatte hier Pfarrer Stefan Haimerl, geistlicher Leiter der Curia Regensburg.

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