Fahrzeug-Kauf und Filial-Aus

Vermischtes
Pechbrunn
14.02.2018
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Vertagt hat der Gemeinderat die Entscheidung über den Kauf eines neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr Pechbrunn. Eines der weiteren Themen in der jüngsten Sitzung ist die für März angekündigte Schließung der Bäckerei-Filiale.

Einstimmig bestätigt hat der Gemeinderat zunächst den neu gewählten Kommandanten der Feuerwehr Pechbrunn, Mario Schulze. Wie berichtet, war der gebürtige Thüringer nach dem Rückzug von Willi Lippold zum Chef der Aktiven gewählt worden. Bürgermeister Ernst Neumann informierte, dass Schulze die vorgeschriebenen Lehrgänge nachholen werde, den damit verbundenen Verdienstausfall übernehme die Gemeinde. Auch Kreisbrandrat Andreas Wührl habe bereits seine Zustimmung gegeben.

Entwicklung abwarten

Weiter ging es mit einem Antrag des früheren Kommandanten Willi Lippold. Dieser hatte im Dezember 2017 einen schriftlichen Antrag zum Kauf eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Kofferaufbau gestellt. Lippold begründete dies damit, dass das in Dienst stehende Fahrzeug schon 28 Jahre auf dem Buckel hat und sich die Reparaturen in den vergangenen Jahren gehäuft hätten. Bürgermeister Neumann bestätigte das Alter des Fahrzeugs, zudem sah er die Feuerwehr Pechbrunn durch die Kommandanten-Neuwahl wieder im Aufbau begriffen. Aktuell zähle die Wehr aber nur noch zwölf Aktive. Neumann sprach sich deshalb dafür aus, vor einer Kaufentscheidung die weitere Entwicklung der Wehr abzuwarten. Isgard Forschepiepe (SPD) schloss sich dem an. Man sollte der Pechbrunner Feuerwehr Zeit geben, sich neu zu sortieren. "Dann kann man immer noch entscheiden." Am Ende hatte der Bürgermeister das gesamte Gremium hinter sich und es wurde einstimmig beschlossen, das Ganze auf unbestimmte Zeit zu vertagen.

Aktionen ohne Erfolg

Ernst Neumann gab weiter bekannt, dass das Konnersreuther Backhaus Kutzer seine Pechbrunner Filiale Ende März tatsächlich schließen werde. Verena Kutzer von der Geschäftsleitung habe ihn diesbezüglich informiert. Verschiedene Aktionen zur Ankurbelung des Umsatzes hätten nicht gefruchtet. Im September 2017 hatte der Bürgermeister zuletzt im Gemeinderat darüber informiert, dass das Unternehmen mit der Umsatzentwicklung unzufrieden sei. Das Backhaus biete nun Interessierten aus der Bevölkerung an, das Geschäft zu übernehmen und es auf eigene Kosten weiterzuführen. Das Gebäude wurde laut Neumann zwischenzeitlich an einen Investor verkauft.

Wie der Bürgermeister berichtete, ärgerten sich immer wieder Friedhofsbesucher, weil Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner dort einfach liegen ließen. "Das muss sich ändern!", forderte Neumann. Dank zollte der Bürgermeister dem CSU-Ortsverband für die erneute Durchführung der Christbaum-Abholaktion und die Übergabe eines Spendenerlöses in Höhe von 350 Euro an das Kinderhaus. Ein Kompliment gab es für das Bauhof-Team, das stets für sauber geräumte Straßen gesorgt habe.

Gerhard Flügel (SPD) fragte nach dem aktuellen Stand beim Bau des Feuerwehrgerätehauses in Groschlattengrün. Bürgermeister Neumann berichtete, dass es beim Fenstereinbau zu einigen Problemen gekommen sei, die man aber beseitigt habe. Bei anderweitigen Behauptungen handele es sich um "Wirtshaus-Geschichten". "Wir kommen jetzt vom Groben ins Feine, es geht vorwärts", versicherte Neumann.

Spielplätze verbessern

Isgard Forschepiepe wünschte sich, dass die gemeindlichen Spielplätze besser bestückt werden. Hildegard Rank pflichtete ihrer Fraktionssprecherin bei und bat besonders um Überprüfung der Sauberkeit. Vor allem der Spielplatz "Kleewiese" hätte eine Überarbeitung nötig. Bürgermeister Neumann sicherte eine Prüfung zu. Thomas Dehmel (SPD) bemängelte zum wiederholten Mal, dass es beim Friedhof kein öffentliches WC gibt. Auf Nachfrage bestätigte er aber, dass das WC im Rathaus für Notfälle geöffnet sei.

Wir kommen jetzt vom Groben ins Feine, es geht vorwärts.Bürgermeister Ernst Neumann zum Baufortschritt beim neuen Feuerwehrgerätehaus in Groschlattengrün
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