Gerätehaus, Abwasser und Gräber

Endlich weiter gehen soll es am Standort des neuen Feuerwehrgerätehauses der FFW Groschlattengrün. Der Gemeinderat hat jetzt die Aufträge für die Bodenplatte und den Hallenbau vergeben. Die Gemeinde investiert dafür über 250000 Euro. Klar war auch, dass der Bodenuntergrund nachverdichtet werden muss.
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Pechbrunn
11.09.2017
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Auf dem Gelände des künftigen Gerätehauses der Feuerwehr Groschlattengrün können die Arbeiten bald in größerem Umfang weitergehen. Der Gemeinderat vergab jetzt die Aufträge für die Schaffung der Bodenplatte und den Hallenbau. Bild: jr

Der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Groschlattengrün kann nach Beschlüssen des Pechbrunner Gemeinderates weiter voranschreiten. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause ging es unter anderem auch um Änderungen in der Entwässerungssatzung.

Nachdem auf dem Gelände des künftigen Gerätehauses in Groschlattengrün in den Sommermonaten nicht viel passiert war, können die Arbeiten nach der Vergabe zweier Aufträge bald weitergehen. Den Bau der Bodenplatte übernimmt die Firma Bäuml aus Dippersreuth zum Preis von 95 714 Euro, die Hallenbauarbeiten werden für 158 678 Euro von der Firma Gösta aus Kohlberg ausgeführt. Die Entscheidungen fielen jeweils einstimmig. Auf Nachfrage von Gerhard Flügel (SPD) bestätigte Bürgermeister Ernst Neumann, dass die Bodenfläche nachverdichtet werden muss.

Gebühren unverändert

Breiten Raum nahm der Neuerlass der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung ein. Angela Schedl von der Verwaltungsgemeinschaft stellte die aktualisierte Satzung vor. Beiträge und Gebühren bleiben unverändert, wie sie betonte. Die neue Satzung ist angelehnt an die Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages. Thomas Döhler (SPD) zeigte sich nicht damit einverstanden, dass Bürger, die Regenwasser aus einer Zisterne für die WC-Spülung verwenden, zahlen müssen - aber im Gegensatz dazu andere, die große Flächen versiegeln und deren Abwasser ebenfalls in die Kläranlage gelangt, nicht belangt werden.

Alfons Grillmeier (CSU) erwiderte, dass alle versiegelten Flächen wie etwa Garageneinfahrten von der Verwaltung aufgenommen werden, weil dieses Wasser über den Kanal in der Kläranlage landet. 2. Bürgermeister Josef Hollmann (CSU) meinte dazu: "Regenwasser für die WC-Spülung zu verwenden, ist lobenswert. Allerdings wird das Wasser dadurch verunreinigt und muss in der Kläranlage gereinigt werden." Am Ende billigte der Gemeinderat die neuen Satzung einstimmig.

Grünes Licht signalisierte das Gremium für die Einführung von Wiesengräbern auf dem Friedhof. Bürgermeister Ernst Neumann erklärte, dass sich die Bürger solche Gräber wünschten, unter anderem weil sie einfacher zu pflegen seien. Er habe dazu schon Gespräche mit dem Bestattungsinstitut Brandl geführt. Neumann könne sich zwei entsprechende Flächen auf dem Friedhof vorstellen. Möglich sein sollen Erdbestattungen und auch Urnenbestattungen. "Der Trend geht in diese Richtung", sagte Gerhard Flügel zum Thema Wiesengräber.

Laden besser nutzen

Weiter kam Bürgermeister Ernst Neumann auf die Verkaufsstelle des Konnersreuther Backhauses Kutzer zu sprechen. Bei einem Gespräch mit der Geschäftsleitung des Unternehmens sei auf die nicht zufriedenstellende Umsatzentwicklung hingewiesen worden. Sollte sich an der Situation nichts ändern, werde das Backhaus die Filiale schließen. Mit geänderten Öffnungszeiten und einer Sortimenterweiterung wolle das Unternehmen dazu beitragen, eine Trendwende zu erreichen. Neumann appellierte an die Bevölkerung, den Verkaufsladen besser als bisher zu nutzen. "Ist erst einmal ein Geschäft geschlossen, wird es schwierig werden, es wieder neu zu beleben."

Anregungen eingearbeitet

Zur Kenntnis genommen wurde der Fortschreibungsentwurf zur 27. Änderung des Regionalplans Oberpfalz-Nord. Zwei von der Gemeinde mitgeteilte Anregungen werden in den Planungen berücksichtigt. Zum einen sollen ÖPNV-Haltestellen mit Hilfe von Anruf- und Bürgerbussen aufrecht erhalten werden. Zum anderen legt die Gemeinde Wert auf Postdienststellen oder private Postagenturen zur Sicherung der Versorgung der Bevölkerung.

Der Tagesordnungspunkt "Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Beleuchtung" wurde zu Beginn der Sitzung auf Wunsch der CSU-Fraktion in den nichtöffentlichen Teil verwiesen. Eine Begründung gab es dazu nicht. Einig war sich das Gremium, bei der Bundestagswahl eine Wahlhelferentschädigung von 25 Euro und eine Brotzeit zu gewähren.
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