11.02.2018 - 20:00 Uhr
Pechbrunn

Pechbrunner Kläranlage muss saniert werden Baubeginn dieses Jahr

Die Ertüchtigung der Kläranlage kostet knapp 1,2 Millionen Euro. Jetzt beginnt die Ausschreibung.

Wichtigstes Ziel für die Kläranlage Pechbrunn ist, dass nach den Sanierungsarbeiten wieder die wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Gesamtkosten auf 1,184 Millionen Euro, wobei beschlossen wurde, zunächst die nicht aufschiebbaren Sanierungen zu machen und im Anschluss die restlichen Maßnahmen.
von Josef RosnerProfil

Viel Geld benötigt die Gemeinde, wenn sie ihr Ziel verwirklichen will. Der Gemeinderat war sich in der jüngsten Sitzung einig, das Projekt jetzt zu starten. Eventuell soll das Projekt in zwei Bauabschnitten geschultert werden. Das bedeutet, dass die Kosten auf zwei Haushaltsjahre verteilt sind. In der Dezembersitzung stellte Günther Schwab vom Ingenieurbüro Zwick die Baumaßnahme im Detail vor, jetzt präsentiert der Ingenieur auch eine Kostenaufstellung. Jahrzehnte nach der letzten Ertüchtigung komme Pechbrunn nicht an einer Sanierung vorbei, hieß es.

Schwab lobte die Arbeit der Bauhandwerker und der Planer aus den Anfängen der Kläranlage. "Nur weil diese so vorausschauend gearbeitet haben, kann es jetzt überhaupt eine Sanierung geben". So lobte er die Betondeckung als vorbildlich. Nach den Ausschreibungsergebnissen gelte es die beste Lösung für Pechbrunn zu verwirklichen. Ziel sei, es so Schwab, eine nachhaltige Lösung für die Zukunft zu erreichen.

Bürgermeister Ernst Neumann machte deutlich, das Pechbrunn mit seiner dann sanierten Kläranlage die wasserrechtliche Genehmigung erhalten muss. "Wir sollten jetzt in das Projekt einsteigen", sagte Neumann. Der Gemeinderat billigte einstimmig, dass die Ausschreibung jetzt auf den Weg gebracht wird, die Arbeiten an der Kläranlage sollen noch heuer beginnen, spätestens Anfang 2019 müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Hintergrund

Hintergrund

Der Gesamtaufwand beträgt 1,184 Millionen Euro. Die Anlage werde nach dem neuesten Stand der Technik saniert. "Wir sanieren wo es notwendig ist", erklärte Ingenieur Günther Schwab. So müssten beim Regenüberlaufbecken Risse repariert und Dehnfugen erneuert werden, für rund 25 000 Euro. Beim Schneckenhebewerk entstehen Kosten in Höhe von 62 000 Euro. Erneuert werden muss die Schaltanlage mit 125 000 Euro, die Phosphatbefüllung kostet 34 000 Euro. Größter Brocken ist Sanierung des Denitrifikationsbecken (344 000 Euro). Für die Außenanlage sind noch einmal 105 000 Euro vorgesehen. Schwab machte deutlich, dass verschleißbedingte Reparaturen auf jeden Fall gemacht werden müssen.

Aus wasserrechtlicher Sicht müssen rund 683 000 Euro aufgewendet und für Erhaltungsmaßnahmen nochmals rund 500 000 Euro, die die Gesamtinvestition erklären. Schwab verdeutlichte, dass billigere Investitionen automatisch höhere Betriebskosten verursachen können.(jr)

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