04.02.2018 - 20:00 Uhr
Pechbrunn

Vortrag bei der KAB Pechbrunn Kuba früher und heute

Zu einem Vortrag über Kuba, die größte Insel der Karibik, hatte der KAB-Ortsverband ins Pfarrheim geladen. Bei der Begrüßung der zahlreichen Besucher dankte Monika Schmiedel, Beauftragte der Katholischen Erwachsenenbildung, dem Referenten Bernhard Eckstein, Weltenbummler und Hobbyfotograf aus Waldsassen, für sein Kommen. Seine Eindrücke gibt er gerne an Interessierte weiter. So auch bei der Veranstaltung der KAB.

von Willi PöhlmannProfil

In seinem eindrucksvollen Lichtbildervortrag stellte Eckstein die faszinierende Vielfältigkeit Kubas vor. Seit der Revolution leben über 11 Millionen Menschen auf der größten Karibikinsel in einer sozialistischen Diktatur. Zu den touristischen Reizen des Landes zählen koloniale Prachtbauten und prächtige Oldtimer, paradiesische Strände, hinreißende Musik und vor allem die weltberühmten Zigarren und der Rum.

Kuba und dessen Ureinwohner wurden in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von den Spaniern entdeckt. Innerhalb weniger Jahrzehnte waren die Inselbewohner durch Gewalt und Krankheiten ausgerottet. Auch Zehntausende von Sklaven, die sich die spanischen Zuckerrohrbarone kauften, kamen im 17. und 18. Jahrhundert ums Leben. Die Unabhängigkeitskämpfe begannen 1868 und dauerten bis zum Abzug der Spanier im Jahr 1898. Erst 1902 erlangte Kuba mit Einschränkungen die formale Unabhängigkeit. 1959 befreite die Revolution unter der Führung von Fidel und Raul Castro, Camilo Cienfuegos und Che Guevara Kuba von der Diktatur. Kuba ist ein stark überwachter Polizeistaat, was bereits bei der Einreise zu spüren ist. Auf der Zuckerinsel herrscht ein Sozialismus, in dem aber der Kapitalismus schaltet und waltet, wie er will.

Dank Unesco-Geldern erstrahlt die koloniale Pracht nach und nach wieder in neuem Glanz. Zur schönsten Region des Landes zählt das Valle Vinales, das Greyerzer-Tal. Zwischen den bizarren Orgelbergen mit den zylindrischen Kalksteinkegeln, "Mogotes" genannt, liegen die Tabakfelder mit dem Rohstoff für die Havanna-Zigarren. Aber auch Zuckerrohr, woraus der vollmundige Rum "Ron de Cuba" gebrannt wird, ist ein bedeutender Rohstoff.

Kuba durchlief in den vergangenen Jahren zwar einige Veränderungen, dennoch befindet sich die Insel im "Notstand in Friedenszeiten". Das Volk schwankt zwischen Armut, Resignation und Hoffnungslosigkeit. Trotz verbreiteter Not sind die Kubaner aber ungehemmt, was sich in ihrer Musik und der Rumba, dem Tanz mit ausgeprägter Hüft- und Beckenbewegung, widerspiegelt. "Das feurige Temperament, die Liebenswürdigkeit und die Schönheit der Menschen auf der karibischen Zuckerinsel ziehen viele Besucher in ihren Bann", betonte Eckstein am Ende.

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