11.04.2018 - 20:00 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Zahlreiche Themen im Pechbrunner Gemeinderat Leuchtentausch und Parkmoral

In neuem Licht erstrahlt künftig das Pechbrunner Gemeindegebiet: Sämtliche Straßenlampen werden auf LED-Technik umgerüstet. Zahlreiche weitere Themen kommen im Gemeinderat auf den Tisch, wobei vor allem die angespannte Parksituation im Schulhof für Diskussionsstoff sorgt.

Immer wieder zu Problemen kommt es zu Stoßzeiten bei den Trainingsabenden in der Schulturnhalle auf diesem Schulparkplatz. Bürgermeister Ernst Neumann appellierte an die Parkmoral der Sportlerinnen und Sportler.
von Josef RosnerProfil

Einstimmig befürwortete das Gremium die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. 153 Pilz- und Kofferleuchten erhalten neue Leuchtenaufsätze, die neutralweißes Licht verstrahlen. Hinzu kommen fünf Doppelausleger, neun neue Masten mit einer Höhe von fünf Metern, 43 Peitschenleuchten sowie neue Leuchten beim Feuerwehrhaus in Pechbrunn und drei zusätzliche Leuchten entlang des Gehwegs zwischen Pechbrunn und Groschlattengrün. Den Auftrag zum Gesamtpreis von 70 863 Euro erhielt das Bayernwerk. Im Sommer sollen die Umrüstungsarbeiten beginnen.

Geringere Wartungskosten

Burkhard Butz (Bayernwerk) machte in der Sitzung deutlich, dass es sich bei dem Konzept um die günstigste Variante handele. Die künftige Ausleuchtung entspreche zwar nicht der Norm, dies sei jetzt aber auch nicht der Fall. Den Unterschied würden die meisten Bürger gar nicht bemerken, so Butz. Die Umrüstung selbst verlaufe in aller Regel problemlos, bei Beeinträchtigungen müsse man nachlegen, etwa durch zusätzliche Leuchten. Durch die Umrüstung fielen weniger Wartungskosten an, weshalb die Gemeinde Geld sparen werde. Nach fünf Jahren werde sich die Investition rechnen.

Für Ärger sorge immer wieder die Parksituation im Schulhof, vor allem beim Sportbetrieb in der Halle komme es oft zu Engpässen, wie es hieß. Bürgermeister Ernst Neumann machte deutlich, dass das Sperren des Parkplatzes für Fahrzeuge nicht möglich sei. Wirklich schlimm sei es meist nur beim Wechsel der Übungsstunden. "Jeder will halt so nah wie möglich an der Sporthalle parken", so der Bürgermeister. Frieda Vogelhuber (CSU) warf ein, dass das Parken auf der Straße weitaus gefährlicher sei. Bürgermeister Neumann beendete die Diskussion und mahnte die Parkmoral der Autofahrer an.

Jetzt Bauwasserpauschale

Ohne Diskussion einstimmig angenommen wurde die neue Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung. Neu ist eine Bauwasserpauschale in Höhe von 125 Euro, bislang brauchten Bauherren nichts zu bezahlen. Zum Vergleich: In der Gemeinde Leonberg fallen ebenfalls 125 Euro an, in Mitterteich 140 Euro. Die Verwaltung hat die bisherige Satzung überarbeitet und der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages angepasst.

Bürgermeister Neumann verwies auf ein aktuelles Problem in Groschlattengrün: Dort sollte eine Fläche als Bolzplatz ausgewiesen werden, doch diese habe sich als Naturschutzfläche und Biotop entpuppt. "Jetzt muss ein anderer Standort gefunden werden", so Neumann.

Bedauern äußerte der Bürgermeister nach der nun vollzogenen Schließung der Verkaufsstelle des Backhauses Kutzer. "Ich vermisse diesen Laden schon jetzt", sagte Neumann. Mit Backwaren versorgt werden die Pechbrunner jetzt von durchfahrenden Verkaufswagen. In Bezug auf einen möglichen Dorfladen sagte der Bürgermeister, dass die Gemeinde eine Immobilie bräuchte und die Arbeiten ehrenamtlich erfolgen müssten. Hildegard Rank (SPD) konnte sich durchaus vorstellen, dass es Bereitschaft zu einem solchen ehrenamtlichen Engagement gibt. "Wäre toll, wenn das klappen würde."

Isgard Forschepiepe (SPD) regte vor dem Beginn der Bauarbeiten zur Sanierung der Kläranlage eine Besichtigung mit den verantwortlichen Ingenieuren des Planungsbüros an. Bürgermeister Neumann sicherte zu, einen Termin zu vereinbaren. Gleichzeitig bedauerte der Bürgermeister, dass es Kindern der Grundschule nicht mehr möglich sei, die Kläranlage zu besuchen. Der Grund sei eine Veränderung des Lehrplans.

500 Euro für die Tafel

Grünes Licht gab der Gemeinderat für eine Bauvoranfrage zum Anbau eines Nebengebäudes auf der Ochsentränke. Weiter genehmigte das Gremium den Bau eines Carports und eines Wintergartens an der Mitterteicher Straße. Gebilligt wurden zudem zwei Spendengesuche. Die Selbsthilfegruppe Kreuzbund bekommt 100 Euro, die Mitterteicher Tafel 500 Euro für die Anschaffung neuer Kühlanlagen. SPD-Gemeinderat und AWO-Kreisvorsitzender Thomas Döhler informierte, dass aktuell drei Bedarfsgemeinschaften aus Pechbrunn Bezieher von Lebensmitteln in der Tafel seien. Die Anregung zur Spende für die Tafel stammte von Gerhard Flügel (SPD).

Nicht zuletzt gab Bürgermeister Ernst Neumann einen Hinweis der Verwaltungsgemeinschaft weiter. So sei aus dem Pechbrunner Gemeindegebiet niemand dem Aufruf gefolgt, sich als Schöffe zu bewerben.

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