Jagdmusik spielt Spenden ein

Konzertante Jagdmusik der Oberpfälzer Parforcehornbläser präsentierte der Lions Club Schwandorf bei einer Benefizveranstaltung in der Pfreimder Stadtpfarrkirche. Bild: weu
Kultur
Pfreimd
21.02.2017
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Sie sind mehrfacher bayerischer Meister, bestreiten auch Auftritte im Ausland: Die Oberpfälzer Parforcehornbläser. Ihre konzertante Jagdmusik erklang in der barocken Stadtpfarrkirche - und diente einem guten Zweck.

Der Schwandorfer Lions Club hatte das Benefizkonzert organisiert. Über 200 Zuhörer waren neugierig auf die konzertante Jagdmusik aus Frankreich, Deutschland, Böhmen und Österreich. Die Bläser begannen mit dem "Marche Solennelle", den Gaston Chalmel - ein französischer Eisenbahninspektor - komponiert hatte. "Ganz im Gegensatz zu den gewohnten Marsch- und Fanfarentönen des Horns steht das "Gebet an St. Hubertus", so der Präsident des Lions Clubs, Dr. Reinhard Proske, der sehr informativ durch das Programm führte.

Ruhig, besinnlich und leise bliesen die neun Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Hubert Bäuml das Stück, das für die Hubertusmesse, dem "Erntedankfest" der Jäger im November, komponiert wurde. Charles Pont, ein französischer Komponist, der auch ein großer Jagdreiter war, hat die folgende Waldfanfare "Fanfare du Bois" komponiert.

Idealer Kontrast

Tobias Weber, der als Organist in Pfreimd tätig ist, spielte zwischendurch einige Stücke an der Orgel. Das Pastoral-Orgelstück B-Dur des Barockkomponisten Theodor Grünberger und zwei kleine Stücke als Miniatur-Meditation setzten ideale Kontrapunkte zu den Parforcehörnern.

Mit den Hornquartett "Hört ihr das Horn der Jäger" und Jagdmotiven aus Richard Wagners "Thannhäuser" ging es weiter. Dr. Proske erklärte, dass das Parforcehorn ein Naturhorn und schwierig zu blasen sei, da es keine Ventile gebe und alle Töne durch entsprechende Lippenspannung geformt werden. Mit "Poeme" befand sich auch ein zeitgenössisches Stück im Repertoire, das von dem führenden Naturhornsolisten Wilhelm Bruns stammt. Besondere Aufmerksamkeit erregten vier Alphörner mit einem Choral und einer "Bergandacht".

"Die Alphörner sind das Gleiche in Holz wie unsere Hörner", erklärte der Moderator, wenn die Blechhörner (in Es gestimmt) abgewickelt würden, wären sie sogar noch länger als die in F gestimmten hölzernen Hörner. Mit "La Mort de Roland" und "Derniers Adieux" folgten weitere Stücke aus dem Umfeld der Jagd.

Am Ende des außergewöhnlichen Konzertes bedankten sich die zahlreichen Gäste mit langem Applaus für die hohe Qualität der Musiker an Horn und Orgel.

Für Lions-Hilfswerk

Da der Abend als Benefizkonzert gedacht war und die Musiker unentgeltlich auftraten, waren die faszinierten Besucher gern zu einer Spende bereit. 1400 Euro kamen für das Lions Hilfswerk zusammen, das soziale Projekte in der Region und medizinische Hilfe in Nepal fördert.
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